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Politik Förderprogramm für Betroffene des Anschlags von Hanau
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11:40 19.08.2020
Blumen liegen vor Porträts von Opfern des Anschlags von Hanau.
Blumen liegen vor Porträts von Opfern des Anschlags von Hanau. Quelle: Andreas Arnold/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Das Geld wird bis 2022 für die Arbeit mit Betroffenen des Anschlags vom 19. Februar 2020 in Hanau zur Verfügung gestellt und kann sofort beantragt werden.

"Die traumatischen Erlebnisse werden nicht verschwinden, aber mit professioneller Hilfe vor Ort kann das Leid der Betroffenen gemindert werden", teilte Innenminister Peter Beuth (CDU) mit. Der Aufruf für dieses Jahr umfasst die Förderung von bis zu drei Projekten mit jeweils bis zu 50 000 Euro. Die Auswahl der Projekte soll zeitnah durch eine Jury erfolgen, an der auch die Stadt Hanau beteiligt ist.

Ein halbes Jahr nach dem Anschlag mit neun Toten kommen am Abend Angehörige der Opfer sowie Vertreter der Stadt und Hanauer Bürger zu einem Gedenken auf dem zentralen Marktplatz der Stadt zusammen. Dabei soll eine Schweigeminute um 19.02 an den Anschlag erinnern. Auch soll ein neues Banner mit der Aufschrift "Kein Platz für Rassismus und Gewalt - Hanau steht zusammen für Respekt, Toleranz und Zivilcourage" angebracht werden.

Ein 43-jähriger Deutscher hatte am 19. Februar in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Danach brachte er vermutlich seine Mutter um, bevor er sich selbst tötete.

dpa