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Politik Fall Greensill: Gießen zieht erste Konsequenzen
Mehr Hessen Politik Fall Greensill: Gießen zieht erste Konsequenzen
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16:41 11.03.2021
Ein Schild mit dem Firmennamen «Greensill Bank» hängt am Eingang der Bremer Privatbank.
Ein Schild mit dem Firmennamen «Greensill Bank» hängt am Eingang der Bremer Privatbank. Quelle: Sina Schuldt/dpa
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Gießen

"Dies entspricht einem freiwilligen Moratorium, um Zeit für eine politische Beratung des künftigen Umgangs mit Anlagen zu schaffen." Die OB wolle mit der Stadtverordnetenversammlung über die weitere Geldanlage-Politik und die Veränderung der bislang geltenden Richtlinien diskutieren.

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hatte die Bremer Tochter des britisch-australischen Finanzkonglomerats Greensill vergangene Woche für den Kundenverkehr geschlossen. Gießen hat nach eigenen Angaben zehn Millionen Euro bei der Bank angelegt. Auch andere hessische Städte haben dort Einlagen und bangen nun um ihr Geld.

"Wir müssen gerade angesichts des offensichtlichen Versagens aller Sicherheitssysteme insbesondere bei der Bankenaufsicht neu diskutieren, wie wir unser Geld sicher anlegen", sagte Grabe-Bolz laut der Mitteilung. Die Rathauschefin war in den vergangenen Tagen von verschiedenen Gießener Parteien wegen des Greensill-Falls kritisiert worden. Grabe-Bolz verwies in der Mitteilung darauf, dass sich die Stadt unter anderem daran orientiert habe, dass die Bank ein ordentliches Rating aufgewiesen habe.

© dpa-infocom, dpa:210311-99-782728/2

dpa