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15:52 28.03.2021
Bettina Stark-Watzinger, neu gewählte Landesvorsitzende der FDP.
Bettina Stark-Watzinger, neu gewählte Landesvorsitzende der FDP. Quelle: Swen Pförtner/dpa
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Willingen

Zum zweiten Mal in der Geschichte der hessischen FDP steht eine Frau an der Spitze der Partei. Bettina Stark-Watzinger wurde am Samstag auf dem Parteitag im nordhessischen Willingen mit großer Mehrheit zur neuen Landesvorsitzenden gewählt. Die 52-jährige Bundestagsabgeordnete und bisherige stellvertretende Landesvorsitzende ist Nachfolgerin von Stefan Ruppert, der nach sieben Jahren nicht mehr zur Wahl angetreten war.

Die Volkswirtin aus Bad Soden im Taunus war die einzige Kandidatin für die Nachfolge Rupperts. Sie erhielt 242 Ja-Stimmen bei 14 Gegenstimmen und 8 Enthaltungen. Erstmals hatte mit Ruth Wagner von 1995 bis 2005 eine Frau als Vorsitzende die hessische FDP geführt.

Stark-Watzinger betonte in ihrer Rede: "Wir Freie Demokraten wollen mehr parlamentarische Demokratie in der Pandemie wagen. Wichtige Entscheidungen gehören in die Herzkammer der Demokratie." Die Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten dürfe nicht zur Hauptinstanz der politischen Willensbildung in Deutschland werden, sagte sie. Die aktuelle Corona-Politik in Bund und Land kritisierte die Politikerin als eine "Kombination aus Entscheidungsschwäche, organisierter Verantwortungslosigkeit und überbordender Bürokratie".

Ein Kernthema der neuen FDP-Landesvorsitzende ist eine starke Wirtschaft. Thema des Leitantrags, der auf dem Parteitag verabschiedet wurde, ist ein starker Finanzplatz Frankfurt als Grundvoraussetzung für eine starke Volkswirtschaft. Das Treffen fand am Samstag wegen der Pandemie digital statt.

Am Sonntag wurde es als Präsenzveranstaltung mit strengen Corona-Regeln fortgesetzt. Dabei ging es um die Festlegung der Landesliste für die Bundestagswahl im September. Stark-Watzinger kam laut einer Parteisprecherin mit 94,8 Prozent von knapp 300 Stimmen auf Platz eins. Auf Rang zwei folgte Thorsten Lieb aus Frankfurt (86,4 Prozent) und auf Platz drei Till Mansmann aus dem südhessischen Heppenheim (76,9 Prozent).

Mit dem Hybridmodell einer erst digitalen und dann analogen Parteiveranstaltung "tragen wir sowohl dem Gesundheitsschutz als auch der Aufrechterhaltung des demokratischen Lebens Rechnung", hatte der in seinem Amt bestätigte FDP-Generalsekretär Moritz Promny gesagt.

© dpa-infocom, dpa:210327-99-995220/5

dpa