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Politik Ex-Awo-Revisorin hofft auf Veröffentlichung von Prüfbericht
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19:19 18.12.2019
Das Logo der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) an einem Gebäude.
Das Logo der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) an einem Gebäude. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
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Berlin/Frankfurt/Main

"Ich kann und darf aus der internen Revision leider nur gegenüber dem Kreisausschuss der Awo berichten", sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete in einer Stellungnahme. Die Revisoren hätten ihren zehnseitigen Bericht im Sommer der Kreiskonferenz vorgestellt. Der Revision sei wie üblich eine externe Analyse durch ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen vorangegangen.

"Natürlich ärgert es mich, wenn jetzt Selbstbereicherungen aufgedeckt werden, die wir, mit den von uns gezogenen Stichproben, nicht entdeckt haben", versicherte Nissen. Sie begrüße, "dass die Bundes-Awo nun mit harter Hand durchgreifen will." Sie frage sich, ob im Bericht der externen Wirtschaftsprüfung bereits Fehler vorlagen, oder ob das Awo-Präsidium gegenüber den Revisoren Dinge verheimlicht habe. "Ich fühle mich getäuscht", sagte Nissen.

Nach Berichten über ungewöhnlich hohe Gehälter für einige Mitarbeiter des Frankfurter Kreisverbands und luxuriöse Dienstwagen hätten die beiden Revisoren einen Fragenkatalog unter anderem zu Gehaltsstrukturen und zu Dienstwagen erarbeitet und dem Präsidium vorgelegt. Als dann immer neue Vorwürfe auftauchten, sei die Arbeit "für Ehrenamtliche nicht mehr zu leisten" gewesen - die Revisoren traten daraufhin von ihrem Amt zurück.

dpa