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17:15 28.11.2019
Volker Jung, Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), hält einen Redebeitrag. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
Frankfurt/Main

Schon jetzt müssten Entscheidungen getroffen und Prioritäten gesetzt werden, mahnte Kirchenpräsident Volker Jung. Die EKHN nehme die Herausforderungen rechtzeitig an und habe in den kommenden Jahren deshalb noch Gestaltungsmöglichkeiten. Dabei gehe es auch darum, für die nächste Generation Handlungsspielräume zu wahren. Die EKHN hat Gemeinden in Hessen und in Rheinland-Pfalz.

"Wir müssen uns neu verständigen, ob und wie wir öffentlich Kirche sein können", sagte Jung. Gleichzeitig sei es eine große Herausforderung, Aufgaben wie den Klimaschutz, die Digitalisierung und eine stärkere Orientierung an den Mitgliedern in das Zukunftskonzept zu integrieren.

EKHN-Finanzdezernent Heinz Thomas Striegler sprach von finanziellem Handlungsdruck. Die Kirchenleitung geht davon aus, dass die Ausgaben – vom heutigen Haushalt ausgehend – im Jahr 2030 strukturell um 100 Millionen Euro reduziert sein müssen. Berechnungen zufolge werde die Kirchensteuer im Jahr 2030 zwar von derzeit 530 Millionen Euro um 60 Millionen angewachsen sein. Zugleich würden aber auch die Haushaltsausgaben vor allem durch Altersaufwendungen um rund 132 Millionen Euro steigen. Die Zahl der Pfarrerinnen und Pfarrer wiederum wird nach EKHN-Schätzungen bis zum Jahr 2030 um fast ein Drittel sinken, wenn die Generation der Babyboomer in den Ruhestand gehe. Dies könne beispielsweise durch verstärkte Kooperationen über Gemeindegrenzen hinaus ausgeglichen werden.

dpa

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