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Einführung der Impfpflicht: Verband ist "gelassen"
Einführung der Impfpflicht: Verband ist "gelassen"
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05:56 14.03.2022
Ein Mitarbeiter eines Impfzentrums impft einen Mann gegen Corona.
Ein Mitarbeiter eines Impfzentrums impft einen Mann gegen Corona. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
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Frankfurt

Der Paritätische Wohlfahrtsverband in Hessen befürchtet wegen der Corona-Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen zunächst keine gravierenden Engpässe in der Pflege. Man sehe dem Start der Impfpflicht am Dienstag (15. März) "einigermaßen gelassen" entgegen, sagte eine Sprecherin in Frankfurt. Ungeimpfte Beschäftigte dürften ja erstmal weiterarbeiten, bis das Gesundheitsamt ein Betretungsverbot ausspricht. "Und das kann wegen des Verfahrens Wochen bis Monate dauern."

Die Träger etwa von Pflegeeinrichtungen leisteten nach wie vor Überzeugungsarbeit, um die noch ungeimpften und impffähigen Mitarbeitenden von einer Impfung zu überzeugen, sagte die Sprecherin. Die Impfquote in den Einrichtungen habe schon vor Einführung der Impfpflicht weit höher gelegen als im Bevölkerungsdurchschnitt. In stationären Pflegeeinrichtungen betrage sie beispielsweise 91 Prozent, in teilstationären Einrichtungen 95 Prozent.

Ob tatsächlich Beschäftigte wegen der Impfpflicht kündigen, sei schwer einzuschätzen, vermutlich aber nicht in erheblichem Maße, erklärte die Verbandssprecherin. "Denn Ungeimpfte könnten ja in keiner anderen Einrichtung des Pflege- und Gesundheitswesens oder der Behindertenhilfe arbeiten und müssten sich somit beruflich komplett neuorientieren." Aus der Eingliederungshilfe sprachen Träger von Einzelfällen, in denen Ungeimpfte kündigten und in Bereiche wechselten, in denen es keine Impfpflicht gibt, etwa in der Kinder- und Jugendhilfe.

Nach Einschätzung des Paritätischen Hessen ist die einrichtungsbezogene Impfpflicht nicht ausreichend. "Wir sprechen uns ausdrücklich für eine allgemeine Impfpflicht aus, denn nur mit einer hohen Impfquote in der gesamten Bevölkerung kann die Pandemie eingedämmt werden", sagte die Sprecherin.

© dpa-infocom, dpa:220314-99-510270/2

dpa