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Politik Düngeverordnung: Hessens Umweltministerin für Verschärfung
Mehr Hessen Politik Düngeverordnung: Hessens Umweltministerin für Verschärfung
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10:58 01.02.2020
Ein Landwirt düngt eine Wiese mit Gülle. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Die geplante Reduktion des Düngebedarfs bedeute auch nicht zwingend eine Ertrags- und Qualitätsminderung.

Das Ministerium verwies unter anderem auf 20 Jahre Erfahrung aus Dänemark mit einer solchen Regelung. Auch in Hessen zeigten 30 Jahre intensive Erfahrung mit Wasserschutzgebietskooperationen sowie fast zehn Jahre Erfahrung mit der Wasserrahmenrichtlinienberatung, dass die Obergrenzen des Düngebedarfs bei vielen Kulturen zu hoch seien. Für intensive Kulturen wie bestimmte Weizensorten und den Gemüsebau könne es sein, dass die Anstrengungen größer sein müssten, um das Reduktionsziel zu erreichen.

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Hessen hat in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) bereits gefährdete Gebiete ausgewiesen, bei denen nachweislich Nitratbelastungen in den Grundwässern vorhanden sind. Ende des vergangenen Jahres habe es dazu einen Informationsaustausch zwischen dem Bauernverband und den Experten des Landesamtes gegeben, teilte das HLNUG mit.

Weil Nitratwerte im Grundwasser schon seit Jahren zu hoch sind, hat die EU-Kommission Deutschland beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) verklagt und Recht bekommen - daher muss Berlin weitere Beschränkungen angehen. Umwelt- und Agrarministerium haben dafür Vorschläge nach Brüssel geschickt. Zuletzt hatte es Forderungen gegeben, das gesamte Verfahren einfach auszusetzen und zunächst die Messstellen zu überprüfen.

dpa