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Politik Die meisten Hessen halten sich an Corona-Kontaktregeln
Mehr Hessen Politik Die meisten Hessen halten sich an Corona-Kontaktregeln
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16:20 05.04.2020
Ein Mitglied der Wachpolizei überprüft am Nachmittag die Einhaltung der Kontaktsperre am Mainufer. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Trotz sonnigen Frühlingswetters am Sonntag haben sich die Hessinnen und Hessen überwiegend an die Corona-Kontaktregeln gehalten. Das berichteten die Polizeipräsidien im Land. "Hier gab es nur kleinere Geschichten, ein paar Kinder haben zusammen Fußball gespielt oder es standen mal vier, fünf Leute zusammen", sagte ein Polizeisprecher in Kassel. Die gleichen Erfahrungen machten die Beamten in Fulda. "Außergewöhnliches gab es zunächst nicht", sagte ein Sprecher. Und das sei auch sehr gut.

"Wie jeden Tag rufen die Leute an und verpetzen ihre Nachbarn", berichtete ein Polizeisprecher in Gießen. Wirklich besorgniserregend seien die Fälle am Sonntag jedoch zunächst nicht gewesen. "Da sitzen mal eine Handvoll Leute irgendwo rum." Auch sein Kollege bei der Polizei Darmstadt zeigte sich bei einer ersten Bilanz zufrieden: Es habe sicher Verstöße gegeben, aber keine Größeren. "Wir hatten keine 40-köpfige Familienfeier."

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Mit vereinten Kräften musste die Polizei in Wiesbaden dagegen am Samstagabend eine Versammlung von rund 25 Menschen auflösen, die sich auf einem Platz in der Innenstadt aufhielten. Mehrere Streifenwagen rückten an, da die Männer und Frauen teils betrunken und aggressiv waren, wie die Polizei mitteilte. Ein Beamter sei ins Gesicht geschlagen und leicht verletzt worden.

Eine 34-Jährige beleidigte die Polizisten fortwährend, schnippte eine brennende Zigarette in Richtung eines Polizisten und versuchte, ihn zu bespucken, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Gegen einen 34-Jährigen, der die Beamten ebenfalls bedrohte und beleidigte, habe ein Haftbefehl vorgelegen. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Ein 53-Jähriger kam in Gewahrsam.

Die Bilanz des Abends: Vier Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, eine Anzeige wegen Drogenbesitzes und mehrere Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Kontaktregeln.

dpa

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