Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Deutscher Soldat gerät in Konflikt mit der türkischen Justiz
Mehr Hessen Politik Deutscher Soldat gerät in Konflikt mit der türkischen Justiz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:42 08.08.2019
Istanbul/Berlin

Er ist also auf freiem Fuß. Hinweise auf politische Vorwürfe gegen ihn gibt es bisher nicht. Das Auswärtige Amt erklärte lediglich, dass das Generalkonsulat mit dem Betroffenen in Kontakt ist, machte aber unter Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte keine weiteren Angaben.

Zuerst hatte die "Oberhessische Presse" über den Fall berichtet. Demnach handelt es sich um einen 21-jährigen Soldaten von der Division Schnelle Kräfte am Bundeswehrstandort Stadtallendorf, der privat nach Istanbul gereist sei. Der Mann habe keine türkischen Wurzeln.

Erst am Mittwoch hatte das AA bestätigt, dass einem 43 Jahre alten Sozialarbeiter aus Bremen seit mehr als drei Wochen die Ausreise nach Deutschland verwehrt wird. Ihm hatten die Behörden vorgeworfen, als Musiker bei einem Verein aufgetreten zu sein, dem die Türkei Terrorunterstützung vorwirft. Das Regionalmagazin "buten und binnen" meldete aber, der Mann dürfe kommende Woche ausreisen.

Härter ist die Lage eines 36-jährigen Mannes aus Hessen mit türkischen Wurzeln, der bereits Ende Juli bei der Einreise im türkischen Badeort Antalya festgenommen worden war. Am Dienstag war bekannt geworden, dass der Mann wegen Fluchtgefahr zunächst in Untersuchungshaft bleiben muss. Die Justiz wirft ihm laut WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" "Terrorpropaganda" auf Facebook vor.

Im Jahr 2017 hatte eine ganze Serie von Festnahmen deutscher Staatsbürger aus solchen "politischen Gründen" zu einer schweren Krise zwischen Berlin und Ankara geführt. Seitdem ist die Mehrzahl der aus diesen Gründen festgesetzten Deutschen freigekommen. Allerdings werden immer wieder Deutsche - vor allem Deutsche mit türkischen Wurzeln - bei der Einreise oder während des Urlaub festgenommen oder mit einer Ausreisesperre belegt.

dpa

Hessen baut die Kapazitäten in der Lehrerausbildung weiter aus. Mit den Universitäten in Gießen, Frankfurt und Kassel sei vereinbart worden, zum kommenden Wintersemester 2019/20 insgesamt 135 zusätzliche Studienplätze im Grundschullehramt bereitzustellen, teilte das Kultusministerium in Wiesbaden mit.

08.08.2019

Nach dem rassistisch motivierten Angriff auf einen Eritreer im osthessischen Wächtersbach ist der Mann aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das berichtete der Bürgermeister der Stadt im Main-Kinzig-Kreis, Andreas Weiher (SPD), am Donnerstag.

08.08.2019

Frankfurt will fast 100 Millionen Euro Fördermittel investieren, um Stadtteile wie Höchst, Griesheim, Nied und Sossenheim attraktiver zu machen. Das kündigten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Planungsdezernent Mike Josef am Donnerstag in Frankfurt an.

08.08.2019