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Politik Corona: Vorschul-Untersuchungen nicht flächendeckend möglich
Mehr Hessen Politik Corona: Vorschul-Untersuchungen nicht flächendeckend möglich
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08:16 14.03.2021
Vor dem Spielzeug eines Kindes liegt ein ärztliches Untersuchungsheft.
Vor dem Spielzeug eines Kindes liegt ein ärztliches Untersuchungsheft. Quelle: picture alliance / Frank May/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

"Deshalb ist es ausnahmsweise möglich, dass die Gesundheitsämter Schuleingangsuntersuchungen nicht in jedem Fall durchführen."

Eigentlich sind diese Untersuchungen verpflichtend. Geprüft wird nicht nur, ob das Kind richtig hört, gut sieht und körperlich gesund ist. Es geht vor allem darum, ob es altersgemäß entwickelt ist. Begutachtet werden die Sprachentwicklung, die motorische und die sozial-emotionale Reife des künftigen Schulkinds. Werden Defizite festgestellt, sucht man nach Wegen, gegenzusteuern. Zum Beispiel könnte das Kind die Eingangsstufe seiner Schule besuchen oder eine sonderpädagogische Förderung bekommen.

Seit Beginn der Corona-Krise ist das in Hessen nicht mehr flächendeckend möglich. "Sofern die jeweilige Schule jedoch auf einen zu untersuchenden Einzelfall hinweist, wird das Gesundheitsamt auch tätig", sagte ein Sprecher des Kultusministeriums. "Wir sind mit dem Hessischen Sozialministerium darüber im Gespräch, ob es nach der Pandemie möglich ist, zumindest teilweise Untersuchungen nachzuholen."

© dpa-infocom, dpa:210314-99-813817/2

dpa