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Politik Corona-Lockdown wird in Hessen bis Mitte Februar verlängert
Mehr Hessen Politik Corona-Lockdown wird in Hessen bis Mitte Februar verlängert
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22:32 19.01.2021
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier spricht.
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier spricht. Quelle: Michael Kappeler/dpa
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Wiesbaden

Der Corona-Lockdown geht in Hessen erneut in die Verlängerung. Die zunächst bis Ende Januar befristeten strengen Auflagen zur Eindämmung der Pandemie sollen bis Mitte Februar weiter gelten. Das teilte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) nach der Bund-Länder-Schalte am späten Dienstagabend mit.

Nach den Beschlüssen wird zudem die Maskenpflicht verschärft. In öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften solle künftig eine wirksamere Maskenpflicht eingeführt werden mit medizinischen Masken, kündigte Bouffier an. In dem Beschlusspapier von Bund und Ländern ist die Rede von sogenannten OP-Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen mit den Standards KN95/N95 oder FFP2. Am Mittwoch will sich das hessische Corona-Kabinett treffen und die neuen Regeln beschließen. Die neue Verordnung werde dann voraussichtlich ab kommendem Samstag, 23. Januar gelten, sagte Bouffier.

Die bisher eingeleiteten Maßnahmen wirkten, die Zahlen seien aber immer noch zu hoch, erklärte er. Die Kontaktregeln sollen nicht verändert werden, auch an den Schulen und Kitas bleibe es in Hessen bei den bestehenden Regelungen. Bouffier appellierte erneut eindringlich an die Bevölkerung, sich an die Vorgaben zu halten. Es sei besonders wichtig, jetzt die neue, aus Großbritannien bekannte Virus-Variante einzudämmen, mahnte Bouffier.

Seit Anfang November sind Kultur- und Freizeiteinrichtungen in Hessen und in den übrigen Bundesländern geschlossen. Auch das Essen und Trinken in Restaurants und Kneipen ist seither nicht mehr möglich. Als Kontaktregel gilt, dass nur Treffen mit maximal einer weiteren Person erlaubt sind, die nicht zum eigenen Hausstand gehört.

Wenn eine bestimmte Zahl von Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen überschritten wird, greifen in Hessen weitere Verschärfungen, etwa Ausgangssperren oder die 15-Kilometer-Begrenzung für Tagesausflüge.

Die Schulen und Kitas bleiben grundsätzlich geöffnet, Eltern sollen ihre Kinder aber nach Möglichkeit zu Hause lassen. Geht das nicht, dürfen die Kinder in den Kindergarten gebracht werden. Auch für Schüler bis einschließlich der sechsten Klassen wird an den Schulen Präsenzunterricht angeboten, wenn die Eltern arbeiten gehen müssen. Für Schüler ab Klasse 7 gilt grundsätzlich Fernunterricht.

dpa