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Politik Corona-Krise verschärft Spardruck im Bistum Mainz
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11:46 14.12.2020
Blick auf den Mainzer Dom.
Blick auf den Mainzer Dom. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
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Mainz

Wegen der Folgen der Corona-Pandemie habe sich der Spardruck "deutlich beschleunigt", erklärte Generalvikar Udo Markus Bentz am Montag bei der Vorlage des Wirtschafts- und Investitionsplans für 2021.

Bentz kündigte bis zum Jahr 2030 Einsparungen von rund 50 Millionen Euro pro Jahr an. Es gehe aber nicht darum, einfach nur Einsparpotenziale umzusetzen. "Es geht darum, neuen Gestaltungsspielraum zu bekommen." Daher führe das Bistum intensive Diskussionen darüber, "was wir künftig lassen, vor allem aber, wie wir uns in Zukunft als Bistum in innovativer Weise seelsorglich, karitativ und in unserer gesellschaftlichen Verantwortung engagieren." Dreh- und Angelpunkt bleibe die Frage: "Was brauchen die Menschen und was können wir ihnen als Kirche geben?"

Der Wirtschaftsplan der Diözese mit Gebieten in Rheinland-Pfalz und Hessen hat für das kommende Jahr ein Volumen von 361,1 Millionen Euro - 1,1 Prozent mehr als in diesem Jahr. Der Fehlbetrag von Einnahmen und Ausgaben soll 2021 von 45 bis 50 Millionen in diesem Jahr auf rund 38 Millionen Euro verringert werden. Das hohe Defizit in diesem Jahr sei Ergebnis aus dem geplanten Defizit von 32,3 Millionen Euro und geringeren Kirchensteuereinnahmen aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, erklärte das Bistum. Ausgeglichen wird das Defizit in diesem Jahr, indem 47,8 Millionen Euro aus Pensions- und Beihilferücklagen entnommen werden.

Im kommenden Jahr will das Bistum nur noch 2,3 Millionen Euro investieren, nach 10,9 Millionen Euro in diesem Jahr. Als größere Maßnahme sei nur noch der Abschluss der Baumaßnahmen am Gymnasium Theresianum in Mainz vorgesehen.

Das Bistum Mainz stehe mit dieser wirtschaftlichen Situation nicht allein da, erklärte Weihbischof Bentz. Die Sparbeschlüsse der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wie in benachbarten Bistümern zeigten ebenfalls in diese Richtung.

dpa