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Politik Busse und Bahnen bleiben in hessischen Großstädten im Depot
Mehr Hessen Politik Busse und Bahnen bleiben in hessischen Großstädten im Depot
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12:56 06.10.2020
Keine U-Bahnen verkehren am frühen Morgen an einer Station im Stadtteil Heddernheim. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Aktuell
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Frankfurt/Main

Für bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten des öffentlichen Personennahverkehrs haben sich in hessischen Großstädten ÖPNV-Mitarbeiter an Protestaktionen beteiligt. Rund 2800 Beschäftigte machten in Frankfurt, Wiesbaden und Kassel bei den Warnstreiks mit, wie eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi am Dienstag in Frankfurt sagte. Bahnen und Busse blieben in den Depots. Die Protestaktion war bis zum Betriebsschluss des ÖPNV angesetzt.

Verdi will einen bundesweiten Tarifvertrag für die rund 87 000 Beschäftigten des öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) durchsetzen. Dabei geht es um bundesweit einheitliche Regelungen in Fragen wie der Nachwuchsförderung sowie einem Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste. In dem Tarifkonflikt mit rund 130 Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs in Deutschland lehnen die kommunalen Arbeitgeber nach Gewerkschaftsangaben Verhandlungen ab.

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Die Frankfurter Verkehrsgesellschaft VGF ging davon aus, dass für 24 Stunden alle neun U-Bahn- und zehn Straßenbahnlinien nicht fahren. In Wiesbaden waren alle Buslinien betroffen, der Schienenverkehr sollte aber planmäßig laufen. Im Großraum Kassel standen sowohl Straßenbahnen als auch Busse still. Anders als in der Vorwoche sind diesmal keine Schüler von den Einschränkungen betroffen - in Hessen sind Herbstferien.

In Bremen und Niedersachsen sind nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Mittwoch 6000 Beschäftigte der Nahverkehrsbetriebe in Hannover, Bremen, Braunschweig, Wolfsburg, Göttingen und Goslar zum Warnstreik aufgerufen. Wann der nächste Warnstreik in Hessen stattfinden wird, steht nach Angaben der Verdi-Sprecherin noch nicht fest.

dpa