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Bund der Steuerzahler kritisiert Brunneninstallation
Bund der Steuerzahler kritisiert Brunneninstallation
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17:28 09.06.2022
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Wiesbaden/Marburg

In den vergangenen Monaten war publik geworden, dass Trinkwasser aus dem Wasserband in der Marburger Straße Ketzerbach abgelaufen war.

Die Stadt Marburg widersprach den Vorwürfen: "Die Umgestaltung der Ketzerbach mit dem Wasserband ist keine Steuerverschwendung", sagte eine Sprecherin der Stadt am Donnerstag. Nach "unerwartet hohen Wasserverlusten" im Jahr 2019 habe die Stadt neben einer Reparatur engmaschigere Kontrollen des Wasserverbrauchs eingeführt. Derzeit stünden noch letzte Arbeiten an der Sensorik der Brunnenlage an. Der Steuerzahlerbund hatte kritisiert, dass das Leck erst nach einem derart großen Wasserverlust entdeckt worden war.

Die Reparaturen am Wasserband kosteten nach Angaben der Stadt Marburg bisher rund 22.000 Euro. Insgesamt habe die Umgestaltung der Straße Ketzerbach 2,68 Millionen Euro gekostet, wovon 1,79 Millionen Euro aus Städtebaufördermitteln kamen. Laut der Stadtsprecherin ist dies eine "wichtige Investition in die städtische Infrastruktur auf Grundlage breiter Bürger*innenbeteiligung". Sie bezeichnete es zudem als "Teil der blauen Infrastruktur der Stadt", das im Sommer das Kleinklima im Umfeld des Wasserbandes verbessere.

Das Marburger Wasserband könnte im Herbst in das sogenannte Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler aufgenommen werden. Darin kritisiert der Verein anhand von Beispielen, wie seiner Ansicht nach Steuergeld verschwendet wurde.

© dpa-infocom, dpa:220609-99-606534/2

dpa