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Politik Immer mehr Hessen wollen per Briefwahl abstimmen
Mehr Hessen Politik Immer mehr Hessen wollen per Briefwahl abstimmen
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12:23 24.10.2018
Eine Frau wirft im Wahlamt ihren Wahlbrief in eine Wahlurne. Foto: Arne Dedert/Archiv
Wiesbaden

Hessische Wähler entscheiden sich immer häufiger für die Stimmabgabe per Post. Für die Landtagswahl und Volksabstimmung zur Verfassungsreform am Sonntag zählte das Wahlamt Frankfurt bisher rund 46 000 abgegebene Wahlzettel, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte. Insgesamt forderten fast 72 000 Frankfurter ihre Briefwahlunterlagen an - doppelt so viele wie bei der vorletzten Landtagswahl 2009. "Wir gehen davon aus, dass 87 bis 88 Prozent der beantragten Unterlagen wieder zurückkommen", sagte der Sprecher. Um per Post abzustimmen, müssen Wähler seit 2008 keinen Grund mehr angeben. Das erkläre die steigende Beliebtheit überall im Land.

In WIESBADEN hat das Wahlamt wenige Tage vor der Landtagswahl rund 32 800 Unterlagen verschickt, in DARMSTADT 19 200, in FULDA rund 6600 und in der 34 000-Einwohner-Stadt LIMBURG AN DER LAHN wollten bis Dienstag fast 4300 Menschen per Post abstimmen. Auch in Wiesbaden und Limburg konnten die Wahlämter eine Verdopplung der Briefwähler seit 2009 beobachten.

Vor fünf Jahren sah es etwas anders aus. In Frankfurt hatten die Wähler zum gleichen Zeitpunkt schon 4000 Wahlunterlagen mehr angefordert, als dies 2018 der Fall ist; auch in Wiesbaden und Limburg lag damals die postalische Wahlbeteiligung wenige Tage vor der Wahl etwas höher als in diesem Jahr. Als Grund nannten die Wahlämter die Bundestagswahl, die auf den gleichen Tag wie die Landtagswahl fiel. "Bei Bundestagswahlen liegt die Wahlbeteiligung immer höher", sagte ein Sprecher des Wahlamtes in Wiesbaden.

Mit der Landtagswahl dürfen Hessen auch über die Reform der Landesverfassung abstimmen. Das vorläufige Ergebnis der Landtagswahl soll in der Nacht zum Montag verkündet werden, mit dem Ergebnis der Volksabstimmungen zur Verfassungsreform ist nicht vor Montagabend zu rechnen.

dpa

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