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Politik Bouffier berät mit Länderchefs und Merkel weiteres Vorgehen
Mehr Hessen Politik Bouffier berät mit Länderchefs und Merkel weiteres Vorgehen
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06:42 30.04.2020
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) spricht im Landtag. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) berät heute mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den anderen Länderchefs über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Bei der Videoschalte geht unter anderem um eine mögliche Verlängerung der strengen Kontaktbeschränkungen, aber auch mögliche Lockerungen an anderer Stelle.

So könnte es etwa um einen Zeitplan für die Wiederaufnahme des regulären Betriebs in Kindertagesstätten oder auch der Fußball-Bundesliga gehen. Die Länder wollen außerdem zum Verkaufsverbot für große Geschäfte über 800 Quadratmeter Fläche beraten. Nach der Schalte will sich Bouffier voraussichtlich am frühen Abend zu den möglichen Auswirkungen für Hessen äußern. Im Vorfeld der Schalte wurden die Erwartungen aber schon gedämpft. Es werde wichtige vorbereitende Beratungen und sehr begrenzte Beschlüsse geben, sagte etwa Regierungssprecher Steffen Seibert.

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Hessen hatte am Dienstag bereit beschlossen, vom 1. Mai (Freitag) an wieder öffentliche Gottesdienste und Trauerfeiern unter bestimmten Bedingungen zu erlauben. So muss in Kirchen oder anderen Gotteshäusern der Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen den Menschen eingehalten werden, nötig sind zudem weitere Hygienemaßnahmen wie das Aufstellen von Desinfektionsspendern. Die Kirchen rechnen daher auch eher damit, dass die öffentlichen Gottesdienste nicht schon am Wochenende beginnen können.

Vom kommenden Montag an (4.5.) wird außerdem das Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen in Hessen gelockert. Ein Angehöriger darf dann einmal pro Woche einen Bewohner für eine Stunde besuchen. Da ältere Menschen als Risikogruppe für eine Infektion mit dem Coronavirus gelten, war das Besuchsverbot verhängt werden. Auch Friseurgeschäfte dürfen vom kommenden Montag wieder öffnen.

Ungeachtet dessen wurden die strengen Kontaktbeschränkungen in Hessen bis zum 10. Mai verlängert - bis dahin dürfen unter anderem nur zwei Menschen zusammen in der Öffentlichkeit unterwegs sein, Ausnahmen gelten für Familien und andere Hausgemeinschaften.

dpa

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