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Politik Bischöfe aus Trier und Mainz bedauern Marx-Rückzug
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15:00 12.02.2020
Stephan Ackermann, Bischof von Trier. Quelle: Harald Tittel/dpa/Archivbild
Mainz/Trier

Mit Bedauern haben die Bistümer Trier und Mainz auf die Rückzugsankündigung des Münchner Kardinals Reinhard Marx vom Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz reagiert. Neben dem Trierer Bischof Stephan Ackermann hob am Mittwoch auch der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf die Verdienste von Marx hervor. "Mit dem Synodalen Weg hast Du ein zentrales Zukunftsprojekt der Kirche in Deutschland auf den Weg gebracht und in der Anfangsphase prägend mitgestaltet", hieß es in einem persönlichen Schreiben Kohlgrafs an Marx. "Ich bin sehr froh, dass Du in Deinem gestrigen Schreiben zugesagt hast, Dich für dieses wichtige Projekt weiterhin besonders zu engagieren."

Derweil hegt Ackermann (56) nach Angaben seines Bistums keine Ambitionen, Marx' Nachfolge anzutreten. "Bischof Ackermann sieht seinen Beitrag für die Bischofskonferenz in seinen aktuellen Aufgaben", teilte eine Sprecherin mit. Ackermann ist seit 2010 als Beauftragter der DBK für Fragen des sexuellen Missbrauchs mit der bundesweiten Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche betraut.

Ackermann sagte, er "bedaure aufrichtig, dass Kardinal Marx nicht für eine zweite Amtszeit als Vorsitzender unserer Bischofskonferenz zur Verfügung steht". Marx habe in den letzten sechs Jahren "mit großer Energie, mit Mut und zukunftsorientiert den Vorsitz wahrgenommen".

Ähnlich äußerte sich Kohlgraf in dem persönlichen Schreiben. "Ich bedauere es sehr, dass wir in Zukunft auf Dich in dieser Rolle verzichten müssen. In den vergangenen Jahren und Monaten habe ich aber auch gesehen, welch hohen persönlichen Einsatz die Aufgabe des Vorsitzenden - neben den vielen anderen Aufgaben - erfordert, und kann daher deine Entscheidung gut nachvollziehen und respektiere sie", erklärte der Mainzer Bischof. Zur Nachfolgefrage für Marx hieß es am Mittwoch von der Bischöflichen Pressestelle in Mainz: "Bischof Kohlgraf wird sich zur Personaldiskussion um den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz öffentlich nicht äußern." Das Bistum Mainz liegt zu etwa zwei Dritteln auf hessischem Gebiet.

Die DBK hatte am Dienstag mitgeteilt, dass der Münchner Kardinal Marx (66) für eine mögliche zweite Amtszeit als Vorsitzender nicht zur Verfügung stehen werde. "Ich finde, es sollte die jüngere Generation an die Reihe kommen. Und vielleicht ist es auch gut, wenn es häufiger einen Wechsel in dieser Aufgabe gibt", begründete er den Schritt in einem Brief an die deutschen Bischöfe.

dpa

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