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Politik Mehr Stellen und modernere Ausrüstung für Polizei
Mehr Hessen Politik Mehr Stellen und modernere Ausrüstung für Polizei
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15:51 25.11.2019
Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU, l.) und Landespolizeipräsident Udo Münch. Quelle: Boris Roessler/dpa/Archivbild
Wiesbaden

Hessen stockt sein Personal bei der Polizei weiter auf und stattet die Einsatzkräfte mit modernerer Ausrüstung aus. In den kommenden drei Jahren sollen 750 neue Stellen im Polizeivollzugsdienst geschaffen werden, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Montag in Wiesbaden. Das Sicherheitspaket III sehe zudem zusätzlich 150 neue Stellen in der Polizeiverwaltung und 100 bei der Wachpolizei vor.

Die Landesregierung wolle im Jahr 2020 mit 1,8 Milliarden Euro so viel Geld wie noch nie in die innere Sicherheit in Hessen investieren, erklärte Beuth. 2025 würden über 16 000 Polizisten im Land im Einsatz sein, erklärte der Innenminister. Dies sei im Vergleich zu 2014 ein historisches Stellenplus von rund 18 Prozent. Mit dem Stellenplus bei der Polizei werde die Präsenz auf den Straßen und Plätzen erhöht und das Sicherheitsgefühl der Menschen gestärkt.

Ab dem nächsten Jahr werden zusätzlich rund 570 Polizisten die Ausbildung abschließen und im Regeldienst für Verstärkung sorgen, sagte Landespolizeipräsident Udo Münch. Durch das Sicherheitspaket III werde gewährleistet, dass auch nach 2022 weitere zusätzliche Polizisten in den Dienst kommen. Vom Jahr 2020 an werden dafür jährlich 250 zusätzliche Anwärter ihr dreijähriges Studium beginnen.

Jedes Jahr gibt es nach Angaben von Münch rund 8500 Bewerbungen bei der hessischen Polizei um einen Studienplatz. Für das Einstellungsjahr 2019 habe es 8275 Bewerbungen für insgesamt 948 Anwärterstellen gegeben. Rund 17 bis 18 Prozent der Bewerber hätten einen Migrationshintergrund. Etwa 20 Prozent der Interessenten kämen dabei aus anderen, meist angrenzenden Bundesländern.

Für rund zehn Millionen Euro wolle die Landesregierung 2020 außerdem moderne Dienst- und Schutzkleidung sowie neue Mitteldistanzwaffen anschaffen, kündigte der Innenminister an. Dadurch würden die Beamten bei ihrem Einsatz im Kampf gegen Schwerstkriminelle und Terroristen gestärkt. Die neuen Schutzwesten seien etwa besser gegen Schnitt- und Stichverletzungen ausgelegt. Bei den Mitteldistanzwaffen handele es sich um G38-Sturmgewehre.

Im Kampf gegen Extremisten und Terroristen sollen nach Angaben des Innenministers auch die polizeilichen Auswertungs- und Analysetools weiterentwickelt und mehr im Kampf gegen Cyberkriminelle intensiviert werden. Das 2019 eröffnete Cyber Competence Center werde im nächsten Jahr etwa weitere 40 Stellen erhalten.

dpa

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