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Politik Baugenehmigung: Weichen für Jüdische Akademie sind gestellt
Mehr Hessen Politik Baugenehmigung: Weichen für Jüdische Akademie sind gestellt
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16:18 02.01.2020
Ein Davidstern ist an einem Eingangstor angebracht. Quelle: Peter Steffen/dpa/Archivbild
Frankfurt/Main

"Die jüdische Tradition des Weiterdenkens und Diskurses erhält damit in Frankfurt einen weiteren wichtigen Ort", sagte der Frankfurter Baudezernent Mike Josef (SPD) am Donnerstag über die Erteilung der Baugenehmigung für die Akademie. Geplanter Standort sei der südöstliche Abschluss des Kulturcampus an der Senckenberganlage. Der Bund, das Land Hessen und die Stadt beteiligen sich finanziell an dem Bauprojekt.

"Frankfurt am Main ist der richtige Ort für diese wichtige Institution und wir freuen uns, dass die Umsetzung Gestalt annimmt", sagte der Frankfurter Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker (CDU). "Schließlich sind gerade jüdisches Leben und jüdische Traditionen Teil der Identität unserer Stadt." Mit der Akademie werde in Frankfurt ein Ort entstehen, der "die Diskussion über die Zukunft unserer Gesellschaft aus jüdischer Perspektive betrachten und befördern wird."

Mit Erteilung der Baugenehmigung für die Jüdische Akademie sei der Zentralrat der Juden in Deutschland der Verwirklichung seiner wegweisenden Bildungseinrichtung einen großen Schritt näher gekommen, betonte Harry Schnabel, Mitglied des Zentralrats der Juden und des Gemeindevorstandes in Frankfurt. Bei planmäßigem Verlauf könnten die Bauarbeiten im Spätsommer aufgenommen werden.

"Die Jüdische Akademie soll den Diskurs über jüdisches Leben und jüdische Kultur in die Bevölkerung hineintragen", sagte Schnabel. Seminare, Konferenzen und andere Veranstaltungen richteten sich gleichermaßen an Juden und Nichtjuden. "Die von der Akademie vermittelten Inhalte dienen der Aufklärung, die nach Überzeugung des Zentralrats der Juden auch eine präventive Wirkung gegen zunehmenden Antisemitismus haben wird", erklärte er.

dpa

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