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Politik Barbara Stolterfoht gestorben: Gerechtere Gesellschaft
Mehr Hessen Politik Barbara Stolterfoht gestorben: Gerechtere Gesellschaft
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14:34 22.02.2021
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Berlin/Wiesbaden

"Barbara Stolterfoht war eine engagierte Politikerin, die sich in den langen Jahren ihrer Karriere mit hoher Leistungsbereitschaft für eine ausgewogene Sozialpolitik eingesetzt hat", erklärte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). "Sie hatte ihren Blick stets auf diejenigen gerichtet, die in der öffentlichen Wahrnehmung oft übersehen wurden. Das Ziel einer sozialeren, gerechteren Gesellschaft hat sie nie aus den Augen verloren." Sozialminister Kai Klose (Grüne) ergänzte, Barbara Stolterfoht habe sich als hessische Ministerin für Frauen, Arbeit und Sozialordnung stets besonders für die Gleichberechtigung und Gleichstellung der Geschlechter eingesetzt.

Die 1940 in Dux (Sudetenland) im heutigen Tschechien geborene Stolterfoht gehörte seit 1965 der SPD an. Von 1995 bis 1999 war sie in der Regierung des damaligen hessischen Ministerpräsidenten Hans Eichel (SPD) Ministerin für Frauen, Arbeit und Sozialordnung. Bereits 1984 hatte Eichel, damals noch als Kasseler Oberbürgermeister, Stolterfoht zur ersten Frauenbeauftragten einer deutschen Kommune berufen.

Vor ihrer Berufung als Ministerin war sie unter anderem Direktorin des Landeswohlfahrtsverbands Hessen und danach - von 2000 bis 2008 - Vorsitzende des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands sowie zusätzlich Präsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. 2012 wurde Stolterfoht die Wilhelm-Leuschner-Medaille verliehen. Mit ihr werden seit 1965 Menschen geehrt, die sich beispielhaft für Demokratie, Freiheit und soziale Gerechtigkeit eingesetzt haben.

© dpa-infocom, dpa:210222-99-544912/2

dpa