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Politik BUND: Übergabe gerodeter Waldflächen "kein Grund zur Freude"
Mehr Hessen Politik BUND: Übergabe gerodeter Waldflächen "kein Grund zur Freude"
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09:39 01.03.2021
(Themenbild) Rodungsarbeiten für den Weiterbau der A49.
(Themenbild) Rodungsarbeiten für den Weiterbau der A49.  Quelle: Arne Dedert
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Stadtallendorf

Hinter der Durchsetzung von Planungsdinosauriern wie der A 49 steht ein System, das den Straßenneubau verewigt und die Mobilitätswende ausbremst."

Der Kampf um den Dannenröder Wald sei auch ein "Kampf für eine bessere Verkehrspolitik, in deren Mittelpunkt der Klimaschutz steht", so Nitsch. Zugleich forderte er eine Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans, der bis 2030 allein 850 Kilometer zusätzliche Autobahnen in Deutschland vorsehe.

Für den Weiterbau der A49 waren Bäume im Dannenröder Forst und im Maulbacher Wald bei Homberg/Ohm (Vogelsbergkreis) sowie im Herrenwald bei Stadtallendorf (Landkreis Marburg-Biedenkopf) gefallen. Dagegen protestierten Umwelt- und Klimaschützer, die vor allem im Dannenröder Forst Baumhäuser und Barrikaden errichteten, die im vergangenen Herbst schrittweise von der Polizei geräumt wurden. Befürworter versprechen sich von dem Projekt weniger Verkehrsbelastung in Dörfern der Region und eine bessere Straßenanbindung.

Am Wochenende endete die Fällperiode, die wegen der Brut- und Setzzeit von Tieren jeweils von 1. Oktober bis 28. Februar läuft. Deshalb hatte die Projektgesellschaft Deges von Anfang an darauf abgezielt, die Rodungen und Nacharbeiten zu diesem Datum abzuschließen. Für den Bau und Betrieb des Projektes war die A 49 Autobahngesellschaft mbH & Co. KG gegründet worden, an der ein Tochterunternehmen des österreichischen Baukonzerns Strabag sowie die Meridiam Investments SAS zu je 50 Prozent beteiligt sind. Es handelt sich um ein Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft mit einer Laufzeit von 30 Jahren seit 1. September 2020.

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