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Politik Alsfeld zu Modellkommune: "Sicherheit vor Schnelligkeit"
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17:49 01.04.2021
Gestapelte Stühle eines Restaurants sind mit Absperrband umgeben.
Gestapelte Stühle eines Restaurants sind mit Absperrband umgeben. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
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Alsfeld

So sei im Rahmen der Erprobung zwar geplant, bestimmte Geschäfte, etwa für Schuhe und Bekleidung, für Kunden zu öffnen. Sie sollten einen maximal 24 Stunden alten, negativen Corona-Test vorlegen und nach der Aufnahme ihrer Kontaktdaten in diesen Geschäften einkaufen können. Cafés und Restaurants blieben aber zunächst noch geschlossen.

Sollte sich das Projekt bewähren, könne in einem nächsten Schritt auch die Außengastronomie und im Anschluss daran gegebenenfalls auch die Gastronomie in Innenräumen öffnen, sagte Paule. Neben Alsfeld hatte die Landesregierung zuvor Baunatal und Dieburg als weitere Modellkommunen ausgewählt, in denen Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie erprobt werden dürfen.

Voraussetzung für das Modellprojekt ist generell, dass sich das Coronavirus nicht zu stark weiter ausbreitet im Vogelsbergkreis. So werde das Projekt abgebrochen, falls die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen - an 3 aufeinanderfolgenden Tagen in dem Landkreis die Marke von 200 übersteige, sagte Paule. Sollte dies zum geplanten Start am 8. April der Fall sein, werde man den Auftakt so lange verschieben, bis die Inzidenz wieder an 3 aufeinanderfolgenden Tagen unter 200 liege. Am Donnerstag lag der Wert für den Vogelsbergkreis laut Berliner Robert Koch-Institut bei 184,6. Im Falle eines Abbruchs des Projekts müsse voraussichtlich eine neue Freigabe eingeholt werden, sagte Paule.

Supermärkte und andere Geschäfte des täglichen Bedarfs stünden den Kunden auch weiterhin ohne Corona-Schnelltests offen, sagte der Bürgermeister. Die Stadt hatte ihre Testkapazitäten in den vergangenen Wochen bereits ausgeweitet. Pro Tag könnten derzeit rund 600 Schnelltests in Alsfeld angeboten werden, sagte Paule. Tests aus anderen hessischen Kommunen würden nicht akzeptiert, um zu verhindern, dass zu viele Menschen von außerhalb nach Alsfeld strömen. Grundsätzlich dürften sich aber auch Menschen aus anderen Regionen Hessens für einen Schnelltest in Alsfeld anmelden und im Falle eines negativen Ergebnisses dort einkaufen. Der Anteil dieser Menschen werde aber jeweils auf ein Viertel begrenzt.

© dpa-infocom, dpa:210401-99-58845/2

dpa