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Politik Warnstreik der Ärzte an kommunalen Kliniken
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14:22 10.04.2019
Streikende bei einer Kundgebung der Ärztegewerkschaft Marburger Bund am Römerberg. Quelle: Silas Stein
Frankfurt/Main

Mehrere tausend Ärzte aus dem ganzen Bundesgebiet haben am Mittwoch in Frankfurt eine Wiederaufnahme von Tarifgesprächen für die Mediziner in kommunalen Kliniken gefordert. Auf der bundesweit zentralen Kundgebung während eines eintägigen Warnstreiks ging es ihnen vor allem um verbesserte Regelungen für den Bereitschaftsdienst. "Nur gesunde Ärzte können kranken Patienten helfen", betonte einer der demonstrierenden Ärzte mit Blick auf die Belastungen langer Bereitschaften am Wochenende. Andere wiesen auf Transparenten und Plakaten auf hunderte unbezahlter Überstunden hin, die sie bereits angesammelt hätten.

Der Marburger Bund, die gewerkschaftliche Interessenvertretung der Ärzte, strebt nach den bisherigen gescheiterten Tarifgesprächen vor allem neue Voraussetzungen für die Bereitschaftsdienste an. Dabei geht es unter anderem um zwei freie Wochenenden pro Monat und klare Höchstgrenzen für die Zahl der Bereitschaftsdienste.

An dem bundesweiten Warnstreik nahmen Klinikärzte aus 13 Bundesländern teil. Die Ärzte der kommunalen Kliniken in Hamburg, Berlin und Brandenburg gehören nach Angaben der Ärzteorganisation nicht dem Tarifverbund an. In den vom Warnstreik betroffenen Kliniken wurde eine Notdienstversorgung sichergestellt. In Hessen waren vom Warnstreik unter anderem das Klinikum Darmstadt, das Sana Klinikum Offenbach, die Hochtaunus-Kliniken sowie die Kliniken Frankfurt-Höchst, Hanau, Fulda, Kassel und Bad Hersfeld betroffen.

"Es hat sich großer Unmut über die Arbeitgeber angestaut. Dieser Unmut bricht sich nun Bahn. Die Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Kliniken erwarten konkrete Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen: weniger Belastung, bessere Planung und mehr Zeit für Familie und Privatleben", sagte Rudolf Henke, Vorsitzender des Marburger Bundes, über den Protest.

dpa

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