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Politik 3. Ökumenischer Kirchentag: Mehr digitale Angebote
Mehr Hessen Politik 3. Ökumenischer Kirchentag: Mehr digitale Angebote
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13:02 22.09.2020
Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), spricht. Quelle: Marius Becker/dpa/Archivbild
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Frankfurt/Main

"Wir brauchen den 3. Ökumenischen Kirchentag gerade jetzt", betonte Kirchentagspräsidentin Bettina Limperg am Dienstag bei einer Online-Präsentation der aktuellen Pläne. "Gemeinschaft und Diskurs brauchen einen öffentlichen Raum."

Die Corona-Pandemie habe vieles infrage gestellt, auch für die Organisatoren hätten eine Absage oder eine Kongress-Alternative im Raum gestanden, sage Limperg und kündigte einen "achtsamen" Kirchentag an, der mit sogenannten Hybridveranstaltungen ältere, schwächere und eingeschränkte Menschen schützen wolle. Bei diesen Veranstaltungen vor Ort seien digitale Übertragungen für Menschen geplant, die nicht nach Frankfurt kommen können oder wollen.

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"Wir wollen den Kirchentag neu denken", sagte Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, der die katholische Seite des ökumenischen Kirchentagspräsidiums vertritt. Geplant werde ein Programm für etwa 30 000 Menschen vor Ort. Doch das "Frankfurter Ereignis wird ausstrahlen auf ganz Deutschland", sagte Sternberg - und hofft auf neue Begegnungsformen mit Hilfe digitaler Formate, bei denen ökumenisch gefeiert werde, etwa in evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, die gemeinsam eine gestreamte Veranstaltung verfolgen. Insofern seien die Beschränkungen durch die Pandemie auch eine Chance.

Mit den Frankfurter Behörden gebe es schon jetzt eine enge Zusammenarbeit, so die Organisatoren. Es gelte Abstandsregeln einzuhalten und ein einheitliches Hygienekonzept zu erarbeiten. Daher solle es im Gegensatz zu früheren Kirchentagen keine Unterbringung in Privatquartieren geben, hieß es. Der 3. Ökumenische Kirchentag soll vom 12. bis 16. Mai unter dem Motto "Schaut hin" stattfinden.

dpa