Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik 2549 Neuinfektionen in Hessen: Inzidenz steigt auf 214,6
Mehr Hessen Politik 2549 Neuinfektionen in Hessen: Inzidenz steigt auf 214,6
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:15 19.11.2021
Anzeige
Wiesbaden/Berlin

Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche - kletterte auf 214,6 nach 207,9 am Vortag. Mit elf weiteren Todesfällen starben seit Beginn der Pandemie 8018 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Insgesamt wurden bislang landesweit 386.956 Corona-Infektionen gemeldet.

In vier Kommunen erreichte die Sieben-Tage-Inzidenz den Angaben zufolge einen Wert von mehr als 300. Am höchsten war er im Landkreis Bergstraße mit 324,0. Über 300 lag er auch in Frankfurt (320,1), im Odenwaldkreis (307,0) und in Offenbach (301,8).

Auf den Intensivstationen des Landes waren nach Angaben des Sozialministeriums 234 Betten mit Covid-19-Patienten belegt, wobei bei zehn von ihnen zunächst der Verdacht auf die Erkrankung vorlag (Stand Donnerstag 11.00 Uhr). Am Vortag waren 246 Betten auf Intensivstationen belegt. 65,3 der Covid-19-Intensivpatienten seien nicht oder nicht vollständig gegen das Virus geimpft, hieß es.

Die Hospitalisierungsinzidenz - die Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Erkrankten in Krankenhäusern bezogen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - betrug am Freitag 4,81 nach 4,8 am Vortag. Eine Woche zuvor hatte der Wert noch bei 3,78 gelegen.

Die Intensivbetten-Belegung und die Hospitalisierungsinzidenz sind wichtige Indikatoren zur Beurteilung der aktuellen Corona-Lage. Überschreiten sie bestimmte Grenzwerte, gelten weitergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Eine erste Warnstufe greift, wenn der Hospitalisierungswert über 8 steigt oder mehr als 200 Intensivbetten durch Corona-Patienten belegt sind.

Dabei handelt es sich allerdings um alte Leitwerte. Bund und Länder hatten am Donnerstag ein Drei-Stufen-System als Gradmesser für Corona-Maßnahmen festgelegt.

Bei Überschreiten eines Schwellenwertes von 3 soll es demnach Zugangsregeln für Geimpfte und Genesene (2G) geben. Ab einem Wert von über 6 können die Länder in bestimmten Einrichtungen auch für Geimpfte und Genesene Testnachweise verlangen (2G plus). Wird ein Schwellenwert von 9 überschritten, sind weitergehende Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen, Einschränkungen oder Verbote von Veranstaltungen möglich. Wann genau die neue Corona-Verordnung in Hessen in Kraft tritt, stand zunächst noch nicht fest.

© dpa-infocom, dpa:211119-99-62990/2

dpa