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Politik 1801 neue Corona-Infektionen gemeldet
Mehr Hessen Politik 1801 neue Corona-Infektionen gemeldet
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16:33 01.01.2021
Ein Arzt hält einen Tupfer zum Abstrich für einen Corona-Test in der Hand. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild
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Berlin/Wiesbaden/Gießen

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist an Neujahr in Hessen um 1801 gestiegen. Die landesweite Inzidenz - die Zahl der neu registrierten Fälle pro 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen - lag am Freitag bei 132,2, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts in Berlin (Stand 0.00 Uhr) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 42 auf 2887.

Das RKI wies darauf hin, dass bei der Interpretation der Zahlen die Auswirkung der Feiertage berücksichtigt werden müsse, an denen weniger Tests gemacht worden seien und nicht alle Gesundheitsämter und Landesbehörden Zahlen übermittelt hätten.

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Laut dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) werden in Hessen derzeit 501 Corona-Patienten in Krankenhäusern auf Intensivstationen behandelt (Stand: Freitag, 12.15 Uhr). Das entspricht 28 Prozent der belegten Betten. 269 der Patienten wurden beatmet. 1765 von 2041 Intensivbetten waren belegt.

21 373 Menschen wurden bis Freitag (Stand: 12.30 Uhr) mit der ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft, etwa 5700 kamen seit dem Vortag dazu. Etwa 6000 wurden wegen ihres hohen Alters, gut 12 000 wegen ihres Berufs geimpft. Ab dem 19. Januar sollen die ersten Menschen außerhalb von Pflegeheimen und Krankenhäusern geimpft werden, wie die Ministerien in Hessen am Freitag mitteilten. Sechs der 28 Impfzentren sollen zu diesem Zeitpunkt ihren Betrieb aufnehmen.

Der Landkreis Gießen meldete am Freitag einen Ausbruch in einem Pflegeheim in Lollar. Dort seien bei einer Reihentestung 98 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Testergebnisse der Pflegekräfte lagen an Neujahr noch nicht vor. Das Gesundheitsamt veranlasste, die positiv Getesteten von den negativ Getesteten zu trennen und erließ ein Besuchsverbot. Die Zahl der Neuinfektionen führte dazu, dass sich die Sieben-Tage-Inzidenz der Stadt Lollar von Donnerstag auf Freitag von 562,6 auf 1193,1 erhöhte.

dpa