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Panorama Vier Verletzte bei Messerangriffen: Keine politischen Motive
Mehr Hessen Panorama Vier Verletzte bei Messerangriffen: Keine politischen Motive
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13:02 29.04.2020
Mehrere Einsatzwagen der Polizei haben das Blaulicht eingeschaltet und sind auf dem Weg zu einem Einsatz. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild
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Hanau

Nach Messerangriffen in Hanau hat die Staatsanwaltschaft keine Hinweise auf politische Motive. An mehreren Tatorten waren am Dienstagabend vier Männer verschiedener Nationalitäten verletzt worden. Zwei Tatverdächtige wurden am Mittwoch nach einem Zeugenhinweis vorläufig festgenommen. Es handelt sich um zwei 23 und 29 Jahre alte Männer aus Syrien, wie die Staatsanwaltschaft Hanau mitteilte.

Hinweise auf politische Motive sehen die Ermittler nicht. "Wir haben derzeit keine Anhaltspunkte auf eine fremdenfeindliche, politisch motivierte oder terroristische Tat", sagte Oberstaatsanwalt Dominik Mies am Mittwochmorgen auf Anfrage. Es gebe derzeit auch keine bekannten Verbindungen zu den Gewalttaten im Februar in Hanau. Am Abend des 19. Februar hatte ein 43 Jahre alte Deutscher neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Später wurden er und seine Mutter tot in ihrer Wohnung gefunden. Die Ermittler gehen von einer Tat aus rassistischen Motiven aus.

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Die beiden nach den Messerangriffen festgenommenen Männer seien nun in Gewahrsam und würden vernommen, berichtete die Polizei. Zum Tatgeschehen hätten sie sich aber noch nicht eingelassen, sagte Oberstaatsanwalt Mies. Die Hintergründe und das Motiv der Tat seien unklar. Ebenso ungewiss ist, ob sich Täter und Opfer kannten oder es ein zufälliges Zusammentreffen war. Ein Zeugenhinweis hatte die Ermittler auf die Spur der beiden Tatverdächtigen gebracht. Bei der Suche nach den Tätern wurde am Abend auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt.

Die beiden Syrer werden verdächtigt, beteiligt gewesen zu sein, als an mehreren Tatorten in der Hanauer Innenstadt vier Männer zwischen 17 und 26 Jahren verletzt wurden. Sie wurden laut Polizei von Mitgliedern einer Gruppe angegriffen. Das Tatgeschehen soll sich den Angaben zufolge zwischen dem Freiheitsplatz und dem Klinikum Hanau zu zugetragen haben.

Die Opfer der Angriffe erschienen am späten Abend kurz nacheinander in der Notaufnahme des Hanauer Klinikums. Einige Männer wiesen Stichwunden auf. Zwischenzeitlich schwebte einer der Verletzten in Lebensgefahr, wie Mies berichtete. Bei den Verletzten handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um zwei Syrer, einen Iraker und einen Albaner.

dpa

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