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Panorama Zwei Festnahmen nach Ermittlungen gegen Schleuserbande
Mehr Hessen Panorama Zwei Festnahmen nach Ermittlungen gegen Schleuserbande
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11:44 31.03.2021
Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. Quelle: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Ein 50 Jahre alter Geschäftsführer eines Unternehmens mit Sitz in Mainz und eine 48 Jahre alte Geschäftsführerin eines Unternehmens in Frankfurt stehen nach Angaben eines Sprechers im Verdacht, durch Gründung von Scheinfirmen und Vermittlung von angeblichen Führungspositionen in diesen Unternehmen Aufenthaltstitel für chinesische Staatsangehörige beschafft zu haben.

Dabei handelte es sich vor allem um die "blaue EU-Karte", hieß es. Die zuständigen Ausländerbehörden seien über angebliche Anstellungsverhältnisse getäuscht worden. Die Unternehmen sollen ausschließlich zur Verschaffung von Aufenthaltserlaubnissen für chinesische Staatsangehörige gegründet worden sein und keine wirtschaftlichen Aktivitäten entfaltet haben, so die Generalstaatsanwaltschaft.

Die Durchsuchungen und Festnahmen stehen im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen derzeit 13 Beschuldigte, hieß es. Bereits im vergangenen Dezember waren eine 40-jährige Frau und ein 36 Jahre alter Mann als mutmaßliche Hauptbeschuldigte verhaftet worden. Die Gruppe soll seit 2014 mit Hilfe von Scheinfirmen und fingierten Anstellungsverträgen chinesische Staatsangehörige eingeschleust haben, die dafür zwischen 7500 und etwa 180 000 Euro zahlen mussten. Die Hauptverdächtigen sollen auch Niederlassungen in der Volksrepublik China, darunter in Peking und Shanghai eingerichtet haben. Derzeit wird im Zusammenhang mit 69 mutmaßlichen Schleusungen ermittelt.

© dpa-infocom, dpa:210331-99-39915/3

dpa