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Panorama Zufahrt zur Wasserkuppe gesperrt: Massenandrang ausgeblieben
Mehr Hessen Panorama Zufahrt zur Wasserkuppe gesperrt: Massenandrang ausgeblieben
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20:12 09.01.2021
Ein Blaulicht an einer Polizeistreife.
Ein Blaulicht an einer Polizeistreife. Quelle: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild
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Fulda/Willingen

In den Wintersportgebieten in Hessen ist am Samstag ein befürchteter Massenandrang ausgeblieben. "Es sind zwar Leute unterwegs, aber es ist alles im grünen Bereich", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen über die Situation an der Wasserkuppe und in der hessischen Rhön. Auch im nordhessischen Wintersportort Willingen war die Lage nach Angaben eines Polizeisprechers "ziemlich entspannt". In Kassel waren am frühen Nachmittag die Parkplätze am Ausflugsziel Hohes Gras bereits voll. Die Zufahrtswege seien gesperrt, berichtete die Polizei über Twitter.

Betretungsverbote, gesperrte Zufahrtsstraßen und verstärkte Kontrollen sollten einen Massenandrang auf die hessischen Wintersportgebiete verhindern. Die Zufahrten zur Wasserkuppe und dem Hoherodskopf sollten nach Polizeiangaben bis 16.00 Uhr gesperrt sein. Bereits an den vergangenen Tagen war appelliert worden, touristische Ausflugsziele angesichts der Corona-Pandemie zu meiden.

Im Wintersportort Willingen galt bereits seit Freitag ein Betretungsverbot für Skipisten und Rodelhänge. Bürgermeister Thomas Trachte hatte angekündigt, das Ordnungsamt werde mit Unterstützung der Polizei über die Einhaltung des Verbots wachen. Bei Verstößen wolle man die Besucher zunächst aufklären. Spaziergänge seien möglich, auch die Zufahrt sei offen. "Sollte sich aber wieder ein Besucheransturm ergeben, wären wir auch in der Lage, Straßen zu sperren."

In der Region rund um den Großen Feldberg im Taunus waren ebenfalls Parkplätze und Zufahrtsstraßen gesperrt. Dabei wurde auch auf Schneebruchgefahr und umgestürzte Bäume verwiesen. Ein Besuch der Feldbergregion mache gegenwärtig keinen Sinn, hatte der Erste Kreisbeigeordnete des Hochtaunuskreises, Thorsten Schorr, betont. Hinzu komme, dass auf den wenigen begehbaren Wegen und Hängen die Corona-Regeln aufgrund des unverminderten Besucherinteresses nur schwerlich eingehalten würden.

Es sei aufgrund der zahlreichen Besucher zu einem rücksichtlosen Parkverhalten vieler Ausflügler auf Feld-, Forst- und Waldwegen gekommen, bilanzierte die Polizei am Samstagabend. Letztendlich habe ein schlimmeres Verkehrschaos aber verhindert werden können. Im Rheingau-Taunus-Kreis seien circa 125 Parkverstöße festgestellt worden, im Hochtaunuskreis etwa 200.

dpa