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Panorama Zivilverfahren mit Videoverhandlung inzwischen gut genutzt
Mehr Hessen Panorama Zivilverfahren mit Videoverhandlung inzwischen gut genutzt
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13:52 21.12.2020
Ein Schild mit der Aufschrift «Landgericht» und «Amtsgericht» ist an der Fassade des Gerichtsgebäudes zu sehen. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archiv
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Frankfurt/Msin

Gerade durch den Lockdown und die erschwerten Reisemöglichkeiten habe bei den Anwälten großes Interesse an digitalen Verhandlungen bestanden. "Beim Amtsgericht Frankfurt nutzen mittlerweile ein Drittel der Kolleginnen und Kollegen im Zivilbereich diese Technik regelmäßig", sagte Richter.

Angesichts der wachsenden Nachfrage der Richter und Anwälte sollen im kommenden Jahr drei weitere Videokonferenzanlagen in Betrieb genommen werden. "Der nächste wichtige Schritt hin zur Digitalisierung wäre die elektronische Gerichtsakte, diese müsste das nächste Projekt werden", sagte Richter.

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Im Projekt Videoverhandlung befinden sich die Richterin oder der Richter im Sitzungssaal, die Vertreter der Parteien in dem Prozess sind über eine Videokonferenzanlage zugeschaltet. Mittlerweile ist diese Verhandlungsführung in allen Arten von Zivilverfahren sowie einigen ausgewählten Familienverfahren möglich, hieß es.

Mit dem Einsatz der Videokonferenztechnik beabsichtigt das Amtsgericht, Herausforderungen durch "Masseverfahren" wie Klagen auf Grundlage der EU-Fluggastrechte-Verordnung zu begegnen, die die Justiz stark beanspruchen. So wurden 2019 insgesamt etwa 15 000 dieser Klagen beim Frankfurter Amtsgericht eingereicht, in diesem Jahr waren es etwa 20 000.

dpa