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Panorama Zehneinhalb Jahre Haft für Heroinhändler: Revision gefordert
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17:01 27.05.2021
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel.
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Quelle: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

(Az.: 5110 Js 232886/18)

Nach neun Monaten Verhandlungsdauer vor dem Landgericht Frankfurt hatte ein 70 Jahre alter Angeklagter zehneinhalb Jahre Haft bekommen, sein 52 Jahre alter Komplize siebeneinhalb Jahre. Lediglich der dritte Angeklagte (32) wurde aus formalen Gründen freigesprochen. Die Anklagevertreterin hatte jeweils zwölf Jahre Haft für alle drei Angeklagten beantragt. Auch die Verteidigung legte Rechtsmittel ein.

Die beiden Angeklagten hatten in Bulgarien vier Drogenkuriere angeworben, die jeweils fünf Kilogramm Heroin aus Afrika nach Europa bringen sollten. Bei ihrer Ankunft in Frankfurt, Brüssel und Wien wurden sie festgenommen. Ihre Auftraggeber waren im Frühjahr 2019 in Bulgarien festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden.

Während die Kuriere bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden, hatten sich die Angeklagten zu den Vorwürfen nicht geäußert. Neben den belastenden Aussagen der Kuriere belegte auch die telefonische Überwachung laut Urteil die Täterschaft der beiden Männer.

© dpa-infocom, dpa:210527-99-765895/3

dpa