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Panorama Wrack von Leichtflugzeug gesichert: Absturzursache unklar
Mehr Hessen Panorama Wrack von Leichtflugzeug gesichert: Absturzursache unklar
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16:54 09.06.2021
Einsatzkräfte der Feuerwehr haben das Wrack eines Kleinflugzeugs geborgen.
Einsatzkräfte der Feuerwehr haben das Wrack eines Kleinflugzeugs geborgen. Quelle: Michael Seeboth/dpa/Archivbild
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Gelnhausen

Einen Tag nach dem Absturz eines Ultraleichtflugzeugs nahe Gelnhausen ist die Ursache des Unglücks weiter unklar. Dabei waren am Dienstagnachmittag die beiden Insassen des Flugzeugs ums Leben gekommen, darunter ein 53 Jahre alter Mann aus Wächtersbach sowie ein 67-Jähriger aus dem nordbayerischen Alzenau. Beide hätten als erfahrene Piloten gegolten, teilten die Polizei und Staatsanwaltschaft Hanau am Mittwoch mit.

Der Absturz habe sich offenbar kurz nach dem Start vom nahe gelegenen Flugplatz Gelnhausen ereignet. Die Staatsanwaltschaft, die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sowie Gutachter hätten die Ermittlungen zur Absturzursache aufgenommen. Die Kriminalpolizei bat Zeugen, die vor allem Angaben zum Flugverlauf unmittelbar vor dem Absturz machen können, sich zu melden.

Das Wrack des einmotorigen Propeller-Flugzeugs vom Typ Ikarus C42 war bereits am Vorabend mit Hilfe eines Autokrans der Feuerwehr Frankfurt geborgen und sichergestellt worden. Mittlerweile sei die Unfallstelle komplett geräumt, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft. Bei dem Unglück war die Maschine mit der Front an der Böschung einer Landesstraße und mit dem Heck im Baum- und Heckenbewuchs hängend zum Stillstand gekommen.

Zunächst hatten Einsatzkräfte die beiden Toten nicht aus dem Wrack bergen können, da das in dem Flieger verbaute Notfallrettungssystem noch nicht ausgelöst gewesen sei, wie es in der Mitteilung hieß. Dabei handele es sich um eine Art Sprengkapsel, die im Notfall bei Zündung einen großen Rettungsschirm aktiviere. Wegen der somit anfangs noch bestehenden Explosionsgefahr sei zunächst ein Sicherheitsradius eingerichtet worden, so dass Spezialisten des hessischen Landeskriminalamtes die Sprengkapsel kontrolliert auslösen konnten.

Die Landesstraße sei bis in den späten Abend hinein auf einem Abschnitt voll gesperrt gewesen. Zeitweise musste auch der Bahnverkehr der nahe gelegenen Strecke eingestellt werden.

© dpa-infocom, dpa:210609-99-926333/3

dpa