Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Wintereinbruch hat Streusalz-Verbrauch in Hessen verdoppelt
Mehr Hessen Panorama Wintereinbruch hat Streusalz-Verbrauch in Hessen verdoppelt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:16 20.02.2021
Ein Baggerlader entnimmt Streusalz aus einem Salzlager von Hessen Mobil.
Ein Baggerlader entnimmt Streusalz aus einem Salzlager von Hessen Mobil. Quelle: Swen Pförtner/dpa/Archivbild
Anzeige
Wiesbaden

Noch etwa Mitte Januar - nach dem Wintereinbruch um den Jahreswechsel - war es mit 46 000 Tonnen nicht einmal die Hälfte gewesen.

Zum Vergleich: Im vergangenen Winter sei es bei einer "vergleichsweise geringen" Menge geblieben, hieß es von Hessen Mobil. Nur etwa 50 000 Tonnen Streusalz wurden im gesamten Winter 2019/20 auf den Straßen verteilt. Zehn Jahre zuvor hingegen waren es mit rund 210 000 Tonnen mehr als doppelt so viel wie bisher in diesem Winter.

Gestreut wird laut Hessen Mobil mit einem sogenannten "Feuchtsalz", das zu 70 Prozent aus Salz und 30 Prozent aus Salzlösung besteht. Das Salz verteile sich sehr gut und hafte gleichmäßig, hieß es. Außerdem sei nur eine geringe Menge notwendig: "Ein Teelöffel pro Quadratmeter genügt in der Regel", teilte Hessen Mobil mit. Dabei spare der Winterdienst Salz, in dem nicht erst gestreut werde, wenn es schon glatt sei, sondern bereits davor. Zudem werde eine "computergesteuerte Streutechnik" eingesetzt.

Die Vorräte indes hatten den Angaben von Hessen Mobil zufolge in diesem Winter fast überall nicht gereicht. So musste in den meisten Gebieten demnach sowohl Salz als auch Salzlösung aus den laufenden Lieferverträgen nachgeordert werden. Wieviel Salz nun noch auf den Straßen verteilt werden muss, bis sich der Frühling durchsetzt, ist laut Hessen Mobil noch nicht absehbar. "Prognosen zum Salzverbrauch sind schwierig, da wir in Hessen vor ein paar Jahren sogar noch Anfang Mai Schneefälle hatten."

© dpa-infocom, dpa:210220-99-518816/2

dpa