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Panorama Winterdienst und neue Autobahngesellschaft in Startlöchern
Mehr Hessen Panorama Winterdienst und neue Autobahngesellschaft in Startlöchern
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05:31 16.12.2020
Der Schriftzug «Winterdienst» ist an einem Einsatzfahrzeug zu sehen.
Der Schriftzug «Winterdienst» ist an einem Einsatzfahrzeug zu sehen. Quelle: Swen Pförtner/dpa/Symbolbild
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Wiesbaden

Der Übergang werde reibungslos und für die Verkehrsteilnehmer im Land nicht spürbar sein.

Die neue Autobahn GmbH nimmt ab dem Jahresbeginn 2021 ihren Betrieb auf und kümmert sich dann um das 13 000 Kilometer lange Netz der deutschen Autobahnen. Durch Hessen führen Autobahnen auf einer Länge von rund 1000 Kilometern. Bisher gibt der Bund als Eigentümer das Geld, die Länder sind für Planung, Bau und Betrieb zuständig. Ziel ist es, künftig schneller zu planen und zu bauen.

Hessen Mobil werde dann ab 2021 die rund 15 200 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraße in Hessen frei von Eis und Schnee halten, teilte die Verkehrsbehörde mit. Statt bisher rund 1450 werden dann etwa 1000 Winterdienstkräfte im Einsatz sein. Die Zahl der Fahrzeuge reduziere sich von 500 auf 350 durch die neue Struktur, erklärte der Sprecher.

Bis zum Ende des laufenden Jahres könnten die 60 Autobahn- und Straßenmeistereien im Land über rund 120 000 Tonnen Salz verfügen, die in den etwa 110 Salzhallen und Silos eingelagert seien. Mit dem Start ins Jahr 2021 seien dann noch 46 Straßenmeistereien dafür zuständig, teilte der Sprecher mit. Die Salzmenge zum Streuen beim Winterdienst für die Bundes-, Landes- und Kreisstraße ohne die Autobahnen betrage dann 90 000 Tonnen.

Um möglichst wenig Salz zu verbrauchen, nutzt Hessen Mobil nach eigenen Angaben eine computergesteuerte Streutechnik sowie hoch wirksames Feuchtsalz, das sich gleichmäßig verteilt, sehr gut haftet und schon bei kleiner Menge große Tauwirkung erzielt. Pro Quadratmeter genüge ein Teelöffel, erklärten die Experten der Verkehrsbehörde.

Auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Land wird nach Angaben von Hessen Mobil beim Winterdienst bereits in der Nacht gearbeitet, damit die Strecken zwischen 6 und 22 Uhr befahrbar sind. Dabei sei ein Einsatz jeweils planmäßig nach drei Stunden abgeschlossen. Bei Streu- und Räumeinsätzen werden Prioritäten nach Gefahr und Bedarf gesetzt: Zuerst angefahren werden den Angaben zufolge Strecken mit hoher Verkehrsbelastung oder neuralgische Punkte. Parkplätze oder Verbindungsrampen folgten dann später.

dpa