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Panorama Weniger Wohnungseinbrüche wegen Corona-Pandemie in Hessen
Mehr Hessen Panorama Weniger Wohnungseinbrüche wegen Corona-Pandemie in Hessen
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09:47 27.12.2020
Ein Mann mimt einen Einbrecher und benutzt ein Brecheisen, um eine gekippte Terrassentür aufzuhebeln.
Ein Mann mimt einen Einbrecher und benutzt ein Brecheisen, um eine gekippte Terrassentür aufzuhebeln. Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Einerseits hätten sich viele Menschen wegen der Corona-Pandemie im Homeoffice befunden. Außerdem seien viele Urlaubsreisen wegen des Infektionsgeschehens nicht angetreten worden. Traditionell nutzen Einbrecher gerade verstärkt die Urlaubszeit für ihre Taten, da runtergezogene Rollläden, überfüllte Briefkästen oder länger parkende Autos Rückschlüsse auf die An- und Abwesenheit der Bewohner geben.

Die Polizei habe in den vergangenen Monaten jedoch neue Betrugsmaschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie festgestellt, erklärte das Ministerium. Vermeintliche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, schadhafte Domains und Phishing-Mails mit Corona-Bezug sowie Fakeshops mit zwischenzeitlich stark nachgefragten Mund-Nase-Masken seien vermehrt registriert worden. Dass Kriminelle wegen der Pandemie verstärkt auf gewerbliche Immobilien ausgewichen sind, sei dagegen nicht festgestellt worden. Der Rückgang von Einbrüchen in Gewerbeimmobilien liegt laut Innenministerium ersten Zahlen zufolge im höheren einstelligen Bereich.

"Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Menschen öfter zuhause, deshalb wurde auch im laufenden Jahr deutlich weniger eingebrochen", erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU) die Entwicklung. Hessen werde aber im Kampf gegen Wohnungseinbrecher nicht nachlassen und die Bürger auch weiterhin bestmöglich schützen. Wohnungseinbrecher verursachten nicht nur Sachschäden. Sie hinterließen auch verängstigte Menschen, die sich in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher fühlen. Um solche Taten zu verhindern, werde die hessische Polizei weiter präventiv informieren und konsequent gegen die Täter vorgehen. Jedes Jahr führen die Ermittler nach Angaben des Innenministers rund 7000 kriminalpolizeiliche Beratungen zum Wohnungsschutz durch.

dpa