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Panorama Weniger Ehen: Corona-Pandemie lässt Zahlen einbrechen
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13:59 21.09.2020
Hochzeitspaar-Figuren stehen in der Auslage eines Juweliers. Quelle: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild
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Wiesbaden

Die Entwicklung gleicht der im Bundesgebiet, wie das Amt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Mitte März hatten Bund und Länder strenge Auflagen verhängt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Viele Standesämter schlossen oder schränkten ihre Dienste ein.

Erkenntnisse über die Auswirkung der Pandemie ließen sich erst langfristig gewinnen, erklärten die Statistiker. Denn langsam wieder steigende Zahlen vom Mai und Juni deuteten daraufhin, dass viele Hochzeitstermine lediglich verschoben und nicht abgesagt wurden. Der Stand der Vorjahre war aber noch nicht erreicht.

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In Frankfurt ist Heiraten auch auf dem Höhepunkt der Corona-Krise möglich gewesen, allerdings unter strengen Auflagen. Zunächst durfte nur das Brautpaar im Raum sein, inzwischen sind zehn weitere Personen erlaubt. Zwischen Standesbeamten und dem Ehepaar wurden Plexiglasscheiben angebracht, so dass das Jawort maskenfrei gesprochen werden kann. Die meisten Paare hätten ihren Termin trotz der Auflagen genutzt, sagte die stellvertretende Amtsleiterin Natascha Keck. Die Nachfrage nach neuen Terminen sei zwischenzeitlich aber zurückgegangen.

Im laufenden Jahr lag den vorläufigen Werten zufolge bisher allein der Februar über dem Vorjahreswert, mit mehr als 500 zusätzlichen Trauungen. Grund könnten zwei attraktive Hochzeitstermine in dem Monat gewesen sein, der 02.02.2020 und der 20.02.2020.

dpa