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Panorama Kein Massenandrang in Wintersportgebieten in Hessen
Mehr Hessen Panorama Kein Massenandrang in Wintersportgebieten in Hessen
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16:32 10.01.2021
Ein Mitarbeiter der Verkehrswacht Obertaunus sperrt eine Straße. Quelle: Andreas Arnold/dpa
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Fulda/Schmitten

Trotz sonnigen Winterwetters ist der Andrang auf die hessischen Wintersportgebiete am Wochenende ausgeblieben. "Es ist alles ganz ruhig, mit verhältnismäßig wenigen Besuchern bei tollem Wetter", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen über die Situation an der Wasserkuppe am Sonntagnachmittag. Im Vogelsberg sei der Andrang etwas größer gewesen, bereits am Sonntagvormittag teilte die Polizei über Twitter mit, dass die Parkplätze rund um den Hoherodskopf ausgeschöpft seien. "Die Parkplätze sind voll, aber auch hier gab es kein Chaos", sagte der Sprecher.

Auch am Feldberg blieb der große Andrang zunächst aus, die Parkplätze waren aber auch hier früh voll. "Die Parkplätze rund um die Sperrungen sind alle gut befüllt", teilte ein Sprecher der Polizei Westhessen mit. "Aber der Verkehr läuft noch. Im Moment ist das noch gut zu händeln." Die Zufahrtsstraßen rund um den Großen Feldberg sind noch bis einschließlich kommenden Montag gesperrt. Dabei wurde auch auf Schneebruchgefahr und umgestürzte Bäume verwiesen.

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Ein Besuch der Feldbergregion mache gegenwärtig keinen Sinn, hatte der Erste Kreisbeigeordnete des Hochtaunuskreises, Thorsten Schorr, betont. Hinzu komme, dass auf den wenigen begehbaren Wegen und Hängen die Corona-Regeln aufgrund des unverminderten Besucherinteresses nur schwerlich eingehalten würden.

Viele Menschen schien es am Sonntag in den Rheingau zu ziehen. "Dort gab es mehrere Bereiche in denen es eine starke Zufahrt gab", teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit. "Leute haben teilweise Sperrungen weggeräumt und sich mit dem Auto festgefahren." Dennoch sei es nicht zu größeren Verkehrseinschränkungen gekommen. Auch am Ausflugsziel Hohes Gras in Kassel war die Lage entspannter als befürchtet. "Einzelne Parkplätze sind voll, aber von Chaos keine Spur", teilte ein Polizeisprecher mit.

Im Wintersportort Willingen galt bereits seit Freitag ein Betretungsverbot für Skipisten und Rodelhänge. Bürgermeister Thomas Trachte hatte angekündigt, das Ordnungsamt werde mit Unterstützung der Polizei über die Einhaltung des Verbots wachen. Bei Verstößen wolle man die Besucher zunächst aufklären. Spaziergänge seien möglich, auch die Zufahrt sei offen. "Sollte sich aber wieder ein Besucheransturm ergeben, wären wir auch in der Lage, Straßen zu sperren."

Ein Polizeisprecher fasste die Lage vor Ort am Sonntag zusammen: "Entspannt." Es habe nur kleine Gruppen auf den gesperrten Skipisten gegeben, insgesamt sei die Lage ruhig. Die Polizei sei mit 42 zusätzlichen Einsatzkräften in dem Wintersportort unterwegs.

Am Samstagabend bilanzierte die Polizei: Es sei aufgrund der zahlreichen Besucher zu einem rücksichtlosen Parkverhalten vieler Ausflügler auf Feld-, Forst- und Waldwegen gekommen. Letztendlich habe ein schlimmeres Verkehrschaos aber verhindert werden können. Im Rheingau-Taunus-Kreis seien circa 125 Parkverstöße festgestellt worden, im Hochtaunuskreis etwa 200. Zahlen für Sonntag lagen zunächst keine vor.

Betretungsverbote, gesperrte Zufahrtsstraßen und verstärkte Kontrollen sollten einen Massenandrang auf die hessischen Wintersportgebiete verhindern. Bereits an den vergangenen Tagen war appelliert worden, touristische Ausflugsziele angesichts der Corona-Pandemie zu meiden.

dpa