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Panorama Der Winter in Hessen war warm und regenreich
Mehr Hessen Panorama Der Winter in Hessen war warm und regenreich
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16:42 28.02.2020
Ein Frau zieht bei einsetzendem Tauwetter auf dem Großen Feldberg im Taunus einen Schlitten mit zwei Kindern. Quelle: Andreas Arnold/dpa/Archivbild
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Offenbach

In Hessen ist der zu Ende gehende Winter ausgesprochen warm und nass gewesen. Im Schnitt stiegen die Temperaturen auf 3,9 Grad in den vergangenen Wintermonaten und lagen damit deutlich über dem vieljährigen Mittel von 0,3 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag in Offenbach mitteilte. Der Winter war demnach in Hessen der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen vor nunmehr 139 Jahren.

Statt Schneegestöber habe es im Land vor allem Regen gegeben. Es sei deutlich nasser gewesen als sonst üblich. Laut DWD fielen rund 240 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Der vieljährige Durchschnittswert des offiziellen Vergleichszeitraums von 1961 bis 1990 liege indes bei 193 Liter.

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In Hessen zeigte sich während des Winters 2019/20 den Meteorologen zufolge auch die Sonne vergleichsweise häufig. 155 Stunden habe sie in den vergangenen Monaten geschienen, das seien 19 Stunden mehr als im vieljährigen Mittel. Außerdem war es windig im Bundesland, mit teils heftigen Folgen: Am 9. Februar drückten die Böen des Tiefs "Sabine" einen Baukran auf das Dach des Frankfurter Doms und beschädigten es. Der fünf Tonnen schwere Ausleger wurde mit Hilfe zweier Autokräne vom Dach gehievt.

Wie in Hessen war auch in Deutschland insgesamt der Winter laut DWD der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Ein großer Teil Europas hat sich demnach zwischen November und Ende Februar dauerhaft in einer kräftigen, extrem milden Südwestströmung befunden. "Sie sorgte in Deutschland vielerorts für einen "Totalausfall" des Winters", erklärte der DWD in Offenbach.

Auch Niederschlag und Sonnenscheindauer lagen den Angaben zufolge in Deutschland deutlich über dem vieljährigen Mittel. In Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin war der Winter sogar der wärmste seit Messbeginn. Die DWD-Bilanz basiert auf einer ersten Auswertung von Ergebnissen der deutschlandweit rund 2000 Messstationen.

Laut der Wettervorhersage des DWD bringen auch die kommenden Tage kein Schneetreiben mit sich, der Winter gehe vielmehr mild zu Ende. Am Samstagmorgen soll es meist stark bewölkt sein. Im Laufe des Nachmittags könne es dann schauerartigen Regen geben und einzelne Gewitter. Die Höchsttemperatur rangiere zwischen 10 und 14 Grad, in Hochlagen würden maximal 8 Grad erreicht.

Zum meteorologischen Frühlingsanfang am Sonntag verziehen sich die Wolken laut DWD nicht, meist bleibt es dafür aber trocken. Es werde höchstens 8 bis 12 Grad warm, in den Bergen sei es kühler. Tags darauf soll es wechselnd bis stark bewölkt sein und ab und an Schauer geben. Im höheren Bergland könne es schneien und glatt auf den Straßen werden. Die Höchsttemperaturen bewegten sich zwischen 8 und 11 Grad. Der Wind wehe mäßig.

dpa

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