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Panorama Waldbrand: 20 Hektar Gefahrenzone nach Explosion
Mehr Hessen Panorama Waldbrand: 20 Hektar Gefahrenzone nach Explosion
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16:11 11.08.2020
Ein Polizist steht vor einem Streifenwagen, dessen Blaulicht aktiviert ist.
Ein Polizist steht vor einem Streifenwagen, dessen Blaulicht aktiviert ist. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild
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Mörfelden-Walldorf

Nach einer Explosion bei einem Waldbrand in der Nähe des Frankfurter Flughafens hat der Kampfmittelräumdienst ein 20 Hektar großes Areal zur Gefahrenzone erklärt. Dies teilte die Polizei am Dienstag mit. Nach Angaben der Leitstelle im Kreis Groß-Gerau war auch am Dienstag noch eine Brandwache der Feuerwehr vor Ort.

Die Löscharbeiten bei Mörfelden-Walldorf hätten am Montag bis in die späten Abendstunden gedauert, weil Glutnester immer wieder angefacht worden seien. Das am Sonntag aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochene Feuer breitete sich auf einer Fläche von rund 2,5 Hektar aus. Die Lage sei mittlerweile unter Kontrolle.

Was die Explosion verursachte, ist unklar. Möglicherweise lagerten im Waldboden Munitionsteile aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Polizei bittet Ausflügler, die am Sonntag in der Gegend unterwegs waren und möglicherweise verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden.

Das Feuer war am Sonntag gegen 16.15 Uhr vom Tower des Flughafens gemeldet worden. Bei den Löscharbeiten waren Feuerwehren aus Mörfelden-Walldorf, den Landkreisen Offenbach, Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und der Stadt Frankfurt mit insgesamt 250 Einsatzkräften und 60 Fahrzeugen im Einsatz. Auch die Werksfeuerwehr des Flughafens war an der Bekämpfung der Flammen beteiligt gewesen.

Trotz starker Rauchentwicklung hatten die Flammen jedoch wegen der Windrichtung keine Auswirkungen auf den Flugverkehr. Die Bewohner von Häusern an einer Straße am Wald hatten die Gebäude zeitweise verlassen müssen, ebenso die Gäste eines Campingplatzes und Besitzer von Gartenlauben.

dpa