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Panorama Vorfall in Wohnheim: Ermittlungen auch gegen Einsatzkräfte
Mehr Hessen Panorama Vorfall in Wohnheim: Ermittlungen auch gegen Einsatzkräfte
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12:04 12.03.2021
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Kassel

Der 44 Jahre alte Rettungssanitäter stehe im Verdacht, bei dem Einsatz einen Bewohner der Unterkunft einmal geschlagen zu haben, nachdem dieser den Sanitäter und seine Kollegin bespuckt haben soll, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Gegen ihn liefen Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung. Hierzu sei ein Video aus einer Überwachungskamera gesichtet worden, sagte der Sprecher. Zudem werde geprüft, ob die Beamten eine Strafvereitelung im Amt begangen hätten. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Der Vorfall ereignete sich bereits am 8. November vergangenen Jahres. Laut damaligem Polizeibericht waren Polizei und Rettungsdienst seinerzeit wegen eines randalierenden Bewohners in die Flüchtlingsunterkunft gerufen worden. Der 32-Jährige "sichtlich alkoholisierte" Bewohner sei zunächst "scheinbar hilflos" gewesen, während des Einsatzes aber "wieder zu Kräften" gekommen, hatte die Polizei mitgeteilt. Der Mann soll versucht haben, die Einsatzkräfte mit einer Alu-Leiter zu attackieren. Die Beamten hätten ihn "durch den schnellen Einsatz von Pfefferspray" abwehren und den Angreifer anschließend überwältigen können. Der Mann habe erhebliche Gegenwehr geleistet, es sei auch "zu mehreren Spuckattacken gegen die Beamten und die Rettungskräfte" gekommen, hieß es.

Auch die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass der 32-Jährige den Rettungssanitäter und seine Kollegin vor dem Schlag unter anderem bespuckt haben soll. Das Polizeipräsidium Nordhessen habe ein Ermittlungsverfahren gegen die am Einsatz beteiligten Polizeibeamten eingeleitet, "um auch insoweit das Verhalten der Beamten auf eine mögliche strafrechtliche Bedeutsamkeit hin zu überprüfen". Dieses Verfahren werde nun bei der Staatsanwaltschaft Kassel geführt.

Zudem laufen auch Ermittlungen gegen den 32-jährigen wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegenüber Vollstreckungsbeamten sowie wegen versuchter Körperverletzung und Beleidigung.

© dpa-infocom, dpa:210312-99-793962/2

dpa