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Panorama Umzüge in Frankfurt und Wiesbaden: Sturm bremst Narren aus
Mehr Hessen Panorama Umzüge in Frankfurt und Wiesbaden: Sturm bremst Narren aus
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17:52 23.02.2020
Der Wagen mit dem Frankfurter Prinzenpaar fährt über den Römerberg. Quelle: Andreas Arnold/dpa
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Frankfurt/Wiesbaden

Karnevalisten in Hessen kam an diesem Wochenende nicht überall auf ihre Kosten. Während in Frankfurt und Wiesbaden Karnevalszüge am Sonntag durch die Innenstädte zogen, wurden an mehreren anderen Orten geplante Umzüge angesichts der Wetterwarnungen kurzfristig abgesagt.

In Frankfurt starteten die Motivwagen, Fußgruppen und Musikkapellen um 12.11 Uhr am Westhafen und zogen von dort durch die Innenstadt zum Römer. Das Motto des diesjährigen Zuges lautete: "Das Handwerk hat seit langem schon, in Frankfurts Fastnacht Tradition!".

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In Wiesbaden setzte sich der Zug um 13.11 Uhr unter dem Motto "Seit 70 Jahren lädt die Dacho ein, zum Tanzen, Lachen, Fröhlich sein!" in Bewegung. Teilnehmerzahlen lagen der Polizei zunächst nicht vor. Es sei aber nicht so stürmisch und regnerisch gewesen wie befürchtet, hieß es.

Trotz des Anschlags in Hanau hatten sich die Narren dazu entschlossen, die Umzüge starten zu lassen. Vor der Erstürmung des Frankfurter Römers am Samstag hatten die versammelten Menschen jedoch mit einer Schweigeminute der Opfer des mutmaßlich rassistischen Anschlags gedacht. Der Hanauer Carnevalszug Verein (HCV) hatte dagegen nach dem Gewaltverbrechen den diesjährigen Umzug abgesagt.

Die Polizei zeigte bei den Fastnachtumzügen Präsenz und setzte unter anderem stationäre und mobile Videoüberwachung ein. Größere Zwischenfälle blieben aus, nur ein paar Rangeleien und Schlägereien gab es nach Polizeiangaben.

Vom Winde verweht wurde das karnevalistische Treiben angesichts aktueller Sturmwarnungen allerdings in Fulda. Der Kinderumzug in Fulda, bei dem üblicherweise etwa 1000 Karnevalisten mitmarschieren und bis zu 30 000 Zuschauer den Zugweg säumen, wurde abgesagt.

"Es wäre einfach zu gefährlich", bedauerte ein Sprecher der Fuldaer Karneval-Gesellschaft. Die Kinder, die nun nicht an ihrem geplanten Umzug teilnehmen könnten, dürften am Montag mitmachen. Dann gebe es eben mehr Kamelle für, versprach der Sprecher. Die Wetteraussichten für den Rosenmontag seien schließlich deutlich besser - anders als im Vorjahr, als der Rosenmontagszug wegen Sturms ausfallen musste.

Die Stadt Oberursel im Taunus hatte am Sonntag die Absage des Karnevalsumzugs aufgrund der aktuellen Sturmwarnung mitgeteilt, im osthessischen Mücke berichtete die Polizei über die Absage des Umzugs und einer anschließenden Veranstaltung in einem Festzelt. "Bei allen Verantwortlichen besteht das Einvernehmen, dass das Risiko, dass Menschen zu Schaden kommen könnten, zu groß ist", begründete auch ein Polizeisprecher im südhessischen Abtsteinach die Absage des dortigen Karnevalsumzuges.

dpa