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Panorama Vom Rüschenrascheln und Frauenbeinen: Sonderausstellung
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13:47 04.05.2020
Die Außenfassade des Historischen Museums. Quelle: picture alliance / Boris Roessler/dpa/Archivbild
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Frankfurt/Main

Im Mittelpunkt steht nach Angaben der Kuratorinnen nicht so sehr die Mode an sich, sondern die "Bewegung", die Kleidung ihren Trägerinnen erlaubte. Auch Geschlechterrollen und Gesellschaftsformen werden in der Ausstellung behandelt, die sich auf die Zeit zwischen 1850 und 1930 konzentriert.

In diesem Zeitrahmen hat sich vor allem für die Frauen der höheren Schichten einiges getan, wie auch zeitgenössische Kunst und historische Filmaufnahmen belegen. Vom dekorativen Schmuckstück an der Seite des Gatten, deren Kleidung mit mehreren Lagen Unterröcken, Korsett und Krinoline nicht nur die Beweglichkeit einschränkte, sondern auch mehrere Kilogramm wog, war es nicht nur modisch ein weiter Schritt zu selbstbewussten Frauen im Charleston-Kleid. Deren Arme und Beine waren dann nicht nur zu sehen, sondern konnten auch bewegt werden, wie etwa im Fall der ersten Wimbledonsiegerin kurz nach dem Ersten Weltkrieg.

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"Schnelle, weite Bewegungen galten als unschicklich", sagte Kuratorin Christine Härtel zu den Frauenbildern der 19. Jahrhunderts, als diskretes Rüschenrascheln mit gerafften Röcken den modischen Auftritt von Frauen prägte. Das 20. Jahrhundert und seine Frauenkleidung hätten den Frauen dann Beweglichkeit gebracht - "etwas, was Männer schon seit Jahrhunderten hatten". In der Ausstellung sind rund 200 Exponate zu sehen, die diese Veränderungen zeigen - vom bürgerlichen Gesellschaftskleid über das Korsett zu Badeanzug und ersten Hosen.

dpa

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