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Panorama Viele Pendler noch im Home-Office: Dennoch Staugefahr
Mehr Hessen Panorama Viele Pendler noch im Home-Office: Dennoch Staugefahr
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09:56 16.08.2020
Stau auf einer Autobahn. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Mit Beginn der Schule nach den Sommerferien müssen sich Pendler von diesem Montag an wieder auf mehr Verkehr auf den Straßen sowie vollere Busse und Bahnen einstellen. Trotz der Corona-Pandemie sei auch der eine oder andere Stau nicht auszuschließen, sagte der ADAC-Sprecher für Hessen-Thüringen, Oliver Reidegeld. Grund seien die vielen Baustellen auf den hessischen Autobahnen, etwa am Wiesbadener Kreuz und auf der A5 bei Alsfeld. "Wenn hier noch ein Auffahrunfall dazu kommt, kann schnell ein Stau entstehen", sagte Reidegeld.

Der Verkehr werde aber nicht so dicht sein wie vor Beginn der Corona-Pandemie. "Viele Arbeitnehmer werden noch im Home-Office bleiben, vielleicht nicht jeden Tag, aber vielleicht an drei von fünf Tagen", sagte Reidegeld. Dies werde sich weiterhin bemerkbar machen.

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Gebaut wird auch an den Schienenwegen in Hessen, so an der S6, die eigene Gleise von Frankfurt nach Bad Vilbel erhält. Die für die Sommerferien vorgesehenen Arbeiten wurden hier rechtzeitig fertig, das Gleiche werde für die große Baustelle am Homburger Damm vor dem Frankfurter Hauptbahnhof gelten, sagte eine Bahnsprecherin.

Die Auslastung von Bussen und Bahnen liegt nach Angaben des Verkehrsministeriums derzeit im Vorjahresvergleich wieder bei rund zwei Dritteln und werde an diesem Montag sicher noch zunehmen. Um so wichtiger sei es, der Masken-Pflicht nachzukommen und die gesamte Länge des Zuges zum Einsteigen zu nutzen - und die Hauptverkehrszeit nach Möglichkeit zu meiden, sagte die Bahnsprecherin. Mehr Wagen an die Züge zu hängen, um zum Schutz vor Ansteckung mehr Platz zu bieten, sei im Bereich der S-Bahnen und Regionalzüge nicht möglich, denn dort seien bereits alle verfügbaren Wagen unterwegs.

Auch der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) appelliert an seine Fahrgäste, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Der Verbund will in den kommenden Wochen mit einem eigenen Kontrollteam in der S-Bahn uneinsichtige Fahrgäste zur Räson bringen und notfalls von der Fahrt ausschließen.

In Hessen gelten nun verschärfte Bußgeldregeln für Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen: Wer keine Abdeckung für Mund und Nase trägt, muss künftig sofort und ohne Ermahnung 50 Euro bezahlen.

dpa