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Panorama Vermeintlicher Makler betrog Wohnungssuchende: Haftstrafe
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17:31 21.08.2020
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Quelle: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild
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Hanau

Das Landgericht Hanau befand den 28-Jährigen am Freitag des Betrugs in besonders schweren Fällen für schuldig. Der Angeklagte hatte gestanden, 2019 insgesamt 18 Wohnungssuchende betrogen und dabei rund 36 000 Euro ergaunert zu haben. Die Anklage hatte vier Jahre Haft gefordert, die Verteidigung sich für zwei Jahre und zehn Monate ausgesprochen. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig.

Den vorwiegend ausländischen Mietern gaukelte der Mann vor, Wohnungen zu vermieten oder zu vermitteln. Tatsächlich bot er ihnen Wohnungen seiner Verwandtschaft in Maintal (Main-Kinzig-Kreis) sowie in Offenbach zur Besichtigung an, obwohl er gar keine Räumlichkeiten zu vergeben hatte. Der Mann soll die Wohnungssuchenden zu Mietverträgen gedrängt und Kautionen oder Vermittlungsgebühren zwischen 1800 und 3000 Euro in bar kassiert haben. Als Motiv nannte der einschlägig vorbestrafte 28-Jährige vor allem seine Spielsucht und Spielschulden.

Die Betrogenen hatten Anzeige erstattet, sie bemerkten erst beim geplanten Umzug, dass es gar keine Wohnung gab. Auch ihr gezahltes Geld sahen sie nicht wieder. Gegen den 28-Jährigen läuft ein paralleles Verfahren wegen ähnlicher Taten vor dem Landgericht in Frankfurt. Dort soll er in 54 Fällen Wohnungssuchende betrogen haben.

dpa