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Panorama Debatte um Multifunktionsarena: Investor erhöht Druck
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16:22 09.08.2019
Die Computer-Darstellung zeigt die Multifunktionsarena "TheDOME" (M) am Frankfurter Flughafen. Quelle: Michael Felka/Sports2Business/Handout
Frankfurt/Main

In den Verhandlungen um den Bau einer Multifunktionsarena in Frankfurt hat einer der beteiligten Investoren den Druck auf die Stadt erhöht. Die kanadische Katz Group kündigte am Freitag eine weitreichende Unterstützung der beiden Sportvereine Löwen und Skyliners an - unter anderem durch eine jährliche Finanzspritze und kostenlose Heimspiele in der von ihr geplanten Arena am Frankfurter Flughafen. Dort will das Unternehmen eine gigantische Halle für rund 23 000 Zuschauer errichten - inklusive S-Bahn-Haltestelle und Zubringer-Seilbahn vom Flughafengebäude.

Der Investor tritt mit seinem Projekt in Konkurrenz zu einem derzeit laufenden Bieterverfahren um eine deutlich kleinere Multifunktionsarena am Frankfurter Kaiserlei. "Wir wollen den Standort Frankfurt - und stehen bereit", sagte der Katz-Vorstandsvorsitzender Jürgen Schreiber am Freitag in Frankfurt. Sobald alle Beteiligten grünes Licht gäben, könnte "TheDOME" innerhalb von 18 bis 24 Monaten errichtet werden. Angaben über einen konkreten Zeitpunkt machte Schreiber jedoch nicht.

Ein Vorvertrag über eine auf zehn Jahre angelegte Unterstützung der Eishockey-Löwen sei mit dem Verein bereits unterzeichnet worden. Wie viel Geld dabei fließen soll, teilten die Beteiligten nicht mit - laut Katz handelt es sich um eine "signifikante Summe". Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer bestätigte das Übereinkommen. Der Flughafenbetreiber Fraport prüft nach eigenen Angaben derzeit, ob das Projekt grundsätzlich umsetzbar ist. "Es müssen rechtliche und wirtschaftliche Fragen geklärt werden", sagte eine Sprecherin. Dem Unternehmen gehören mehrere Grundstücke nördlich der Autobahn 3, die für die Arena genutzt werden könnten.

Das Bieterverfahren um den Bau der für Sport- und Musikveranstaltungen konzipierten Halle an der Autobahn 661 zwischen Frankfurt und Offenbach ist aktuell ins Stocken geraten. Denn das zur französischen Lagardère-Gruppe gehörende und derzeit von der Stadt favorisierte Unternehmen Langano hat nach Angaben von Sportdezernent Markus Frank (CDU) eine Bürgschaft für das 130 Millionen Euro schwere Projekt beantragt. Dafür findet sich in der Stadtregierung jedoch keine Mehrheit. Neben Langano hat sich an der Ausschreibung auch die US-amerikanische Anschutz Entertainment Group beteiligt.

Frankfurts Sportdezernent Markus Frank (CDU) begrüßte die Pläne der Katz Group. "Ich freue mich, wenn noch mehr Investoren sehen, dass eine Multifunktionsarena in Frankfurt eine gute Geschäftsidee ist", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Es wäre mir aber lieber gewesen, die Katz Group hätte sich an der Ausschreibung beteiligt." Bis wann in dem Bieterverfahren eine Entscheidung fallen wird, ist laut Frank derzeit unklar. "Das Verfahren kann nicht abgebrochen werden. Daran sind wir gebunden und müssen es zu Ende führen." "TheDOME" sei aber eine "mögliche Alternative" zu dem Projekt am Kaiserlei.

Die Katz Group will die Arena nicht nur bauen, sondern später auch betreiben. Ihr gehört unter anderem das Eishockeyteam Edmonton Oilers. An deren vor drei Jahren eröffneter Arena soll sich "TheDOME" von Grundsatz her orientieren. Die Investitionssumme beträgt früheren Angaben zufolge rund 300 Millionen Euro. Neben der Seilbahn und der S-Bahn-Haltestelle will der Investor nach eigener Darstellung unter anderem auch einen Radweg nach Frankfurt anlegen. Für VIP-Gäste ist zudem ein Parkhaus direkt unter der Halle vorgesehen.

dpa

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