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Panorama Untreue zu Lasten von Tierschutz-Stiftung: Bewährungsstrafe
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17:55 31.03.2021
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel.
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Quelle: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Als Auflage hat der 73 Jahre alte Jurist nach der Entscheidung des Frankfurter Landgerichts vom Mittwoch einen Betrag von 9000 Euro an eine andere Tierschutzvereinigung zu zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig - die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

Laut Urteil war der Mann Vorstand einer 1985 von einem Unternehmer-Ehepaar gegründeten Tierschutz-Stiftung und hatte über längere Zeit seine Aufsichts- und Kontrollpflichten verletzt. So sei es möglich geworden, dass insgesamt mehr als eine Million Euro an dem eigentlichen Stiftungszweck vorbei auf die privaten Konten eines mittlerweile verstorbenen Steuerberaters flossen. Auch wenn er sich nicht selbst bereichert habe, trage er doch eine Mitverantwortung für den Schaden der Stiftung, sagte der Vorsitzende Richter. "Als langjähriger Rechtsanwalt und Notar hätten Sie das wissen müssen".

Der Angeklagte hatte die Untreue-Vorwürfe vor Gericht in dem seit Mitte Februar laufenden Verfahren bestritten. Der Verkauf einer größeren Immobilie in der Schweiz habe der Stiftung ein Defizit eingebracht, hieß es. Die Staatsanwaltschaft hatte sich in ihrem Schlussvortrag für eine Haftstrafe von zwei Jahren und vier Monaten ausgesprochen.

© dpa-infocom, dpa:210331-99-45450/2

dpa