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Panorama Unfall: Mutter von getötetem Mädchen kämpft um Schadenersatz
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12:38 24.10.2019
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Quelle: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild
Fulda

Die Mutter des Mädchens verlangt von der Bahn nun Schadenersatz, wie der Rechtsanwalt der Frau sagte. Zuvor hatte die "Fuldaer Zeitung" (Donnerstag) darüber berichtet. Rudolf Karras erklärte, er habe die Deutsche Bahn bereits nach dem Unglück aufgefordert, dass sie für finanzielle Folgen hafte und etwa die Kosten der Beisetzung zu übernehmen habe. Das wurde abgelehnt. "Wir wurden uns mit der Bahn nicht einig, haben uns aber darauf verständigt, dass wir die Verjährung der Forderungen aussetzen und wir wieder verhandeln, wenn der Strafprozess abgeschlossen ist", sagte er.

Falls der Konzern die Forderung der Mutter nicht akzeptiert, kommt es zum Verfahren vor einem Zivilgericht. Die Bahn als Unternehmen hafte, wenn es in ihrem Verantwortungsbereich zu folgenreichen Fehlern kommt, befand der Anwalt. Dabei müsse keinem Mitarbeiter ein persönliches Verschulden nachgewiesen werden. Das sei im Strafverfahren hingegen nötig.

Das Landgericht hatte kürzlich das Verfahren gegen die drei Bahnmitarbeiter und den Chef der zuständigen Winterdienst-Firma wegen fahrlässiger Tötung gegen die Zahlung einer Geldauflage eingestellt. Das damals 16 Jahre alte Mädchen war im Februar 2010 auf einem eisglatten Bahnsteig im Bahnhof Neuhof ausgerutscht und vor einen Regionalzug geraten. Die Mutter akzeptierte die Einstellung des Verfahrens: "Vielleicht habe ich mit dem Prozess auch erreicht, dass sich ein solches Unglück nicht wiederholt und die Bahn jetzt mit mehr Sorgfalt arbeitet."

dpa

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