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Panorama Suche nach Covid-Medikamenten bisher "enttäuschend"
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05:29 30.12.2020
Sandra Ciesek sitzt bei einem Pressegespräch auf dem Podium.
Sandra Ciesek sitzt bei einem Pressegespräch auf dem Podium. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
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Frankfurt/Main

Dass es eine Pille gibt, die man zu Beginn der Erkrankung einnimmt und die verhindert, dass man schwer erkrankt - daran glaube ich nicht fürs nächste Jahr", sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt der Deutschen Presse-Agentur.

Die Suche nach Arzneimitteln werde 2021 weitergehen. "Da ist sicherlich noch viel zu tun", sagte Ciesek. Bisher seien die Daten "enttäuschend". Dringend geforscht werden müsse auch an den Spätfolgen der Krankheit. "Das ist ein großer Komplex, den wir noch zu schlecht erforscht haben", sagte Ciesek. Dennoch erwartet Ciesek 2021 eine schrittweise Verbesserung der Pandemielage. "Ich rechne damit, dass sich die Situation im Frühsommer verbessert." Ein Grund sei der Beginn der Impfungen.

Ciesek warnte aber davor, den zeitlichen Versatz zu unterschätzen. "Es ist ja nicht so, dass man direkt mit dem Impfen Todesfälle vermeidet", erklärte sie. Zwischen Neuansteckung und Tod bei schwerem Verlauf lägen oft "viele, viele Wochen". Einen Rückgang der Übersterblichkeit erwartet sie "grob geschätzt vielleicht im März. Bis dahin sind die anderen Maßnahmen unsere einzige Waffe."

dpa