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Panorama Steuerbetrug und Schwarzarbeit mit Millionenschaden: Haft
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17:01 21.03.2022
Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. Quelle: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Vier Monate davon erklärte die Wirtschaftsstrafkammer aufgrund "rechtsstaatswidriger Verfahrensverzögerung" am Montag als bereits verbüßt. Gleichwohl wird der 46 Jahre alte Geschäftsführer einer Baufirma noch einmal ins Gefängnis müssen.

Der Bauunternehmer hatte zwischen 2012 und Anfang 2013 etliche seiner Mitarbeiter gar nicht oder nur zum kleinen Teil bei den Sozialversicherungen angemeldet. Nach den Berechnungen der Behörden blieb er diesen Stellen damit mehr als neun Millionen Euro schuldig. Mit dem Erwerb von Scheinrechnungen wurden die Betrügereien teilweise vertuscht. In einem ersten Prozess war er deshalb bereits Ende 2019 zu drei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt worden. Ein Jahr später wurde dieses Urteil vom Bundesgerichtshof kassiert und die Sache nach Frankfurt zurückverwiesen. Danach dauerte es noch einmal fast 18 Monate bis zum zweiten Prozess. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung hatte sich für eine Bewährungsstrafe ausgesprochen.

© dpa-infocom, dpa:220321-99-615228/2

dpa