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Panorama Steuerbetrug mit Luxusjacht und Helikopter: Drei Jahre Haft
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16:52 29.03.2021
Die Außenfassade des Land- und Amtsgerichtes Frankfurt.
Die Außenfassade des Land- und Amtsgerichtes Frankfurt. Quelle: Fredrik von Erichsen/dpa/Archivbild
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Frankfurt/Main

Unmittelbar nach der Verkündung des Strafmaßes am Montag wurde gegen den 59-jährigen Inhaber einer Unternehmensberatung im Gerichtssaal wegen Fluchtgefahr ein Haftbefehl verkündet.

Der Angeklagte hatte über drei Jahre immer wieder angebliche Seminar-Veranstaltungen auf dem Schiff sowie betrieblich erforderliche Rundflüge mit dem privaten Helikopter beim Finanzamt als Betriebsausgaben geltend gemacht. In Wirklichkeit nutzte er die Jacht nur allein oder mit seiner Ehefrau - der einzige betriebliche Bezug der Hubschraubernutzung bestand in einem Rundflug für die Sekretärin der Firma.

Strafverschärfend wertete die Wirtschaftsstrafkammer die "hohe kriminelle Energie" des teilgeständigen Angeklagten. Er habe sich im Kreise seiner Mitarbeiter sogar noch gebrüstet, das Finanzamt und damit den Steuerzahler geschädigt zu haben, sagte der Vorsitzende Richter. Außerdem sei der Steuerschaden mit rund 350.000 Euro beträchtlich. Im Strafmaß überstiegen die Richter auch den Antrag der Staatsanwaltschaft, die eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren für den nicht vorbestraften Unternehmer für ausreichend erachtet hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

© dpa-infocom, dpa:210329-99-16738/2

dpa